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07.01.2015

09:19 Uhr

Maurer, Mechatroniker, Kaufleute

Verdienst von Azubis kräftig gestiegen

Auszubildende brachten 2014 deutlich mehr Geld nach Hause als im Jahr zuvor. Demnach verdienen angehende Maurerlehrlinge und Mechatroniker am meisten. Die Bezahlung für angehende Friseure ist dagegen besonders schlecht.

Maurerlehrlinge verdienten 2014 im Westen durchschnittlich mehr als 1000 Euro brutto im Monat. dpa

Maurerlehrlinge verdienten 2014 im Westen durchschnittlich mehr als 1000 Euro brutto im Monat.

MünchenDie Bezahlung von Auszubildenden ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen. In Westdeutschland verdienten Azubis während der gesamten Ausbildungszeit im Durchschnitt 802 Euro brutto im Monat, wie die „Süddeutsche Zeitung“ aus München am Mittwoch unter Berufung auf eine Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) berichtete. Dies waren 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

In Ostdeutschland legten die tarifvertraglich festgelegten Ausbildungsvergütungen um 4,1 Prozent auf 737 Euro brutto im Monat zu. Das Institut wertete die Ausbildungsverdienste für 179 Berufe in den westlichen und 156 in den östlichen Bundesländern aus.

Besonders viel verdienten demnach Jugendliche im Bauhauptgewerbe. So brachte ein Maurerlehrling im Westen durchschnittlich mehr als 1000 Euro brutto im Monat nach Hause. Auch angehende Mechatroniker schnitten demnach im Vergleich gut ab – mit 964 Euro in Westdeutschland und 943 Euro in Ostdeutschland.

Angehende Kaufleute für Versicherungen und Finanzen verdienten den Angaben zufolge bundesweit 961 Euro monatlich. Deutlich weniger bekamen zukünftige Friseure mit 474 Euro im Westen und 269 Euro im Osten. Angehende Bäcker verdienen in den alten und neuen Bundesländern 570 Euro und Malerlehrlinge 583 Euro.

Einkommensarmut in Deutschland

Erläuterung

Relative Einkommensarmutsquote nationaler Schwellenwert: Anteil der Personen mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des deutschen Medianeinkommens.

Baden Württemberg

Relative Einkommensarmut: 11,3 Prozent

Bayern

Relative Einkommensarmut: 11,4 Prozent

Hessen

Relative Einkommensarmut: 13,4 Prozent

Schleswig-Holstein

Relative Einkommensarmut: 13,9 Prozent

Rheinland-Pfalz

Relative Einkommensarmut: 14,7 Prozent

Hamburg

Relative Einkommensarmut: 14,9 Prozent

Saarland

Relative Einkommensarmut: 15,8 Prozent

Niedersachsen

Relative Einkommensarmut: 16,0 Prozent

Nordrhein-Westfalen

Relative Einkommensarmut: 16,6 Prozent

Thüringen

Relative Einkommensarmut: 17,1 Prozent

Brandenburg

Relative Einkommensarmut: 18;4 Prozent

Sachsen

Relative Einkommensarmut: 19,2 Prozent

Sachsen-Anhalt

Relative Einkommensarmut: 20,9 Prozent

Berlin

Relative Einkommensarmut: 21,2 Prozent

Mecklenburg-Vorpommern

Relative Einkommensarmut: 22,9 Prozent

Bremen

Relative Einkommensarmut: 23,0 Prozent

Deutschland

Relative Einkommensarmut: 15,3 Prozent

Westdeutschland

Relative Einkommensarmut: 14,1 Prozent

Ostdeutschland

Relative Einkommensarmut: 19,9 Prozent

Nach wie vor verdienen männliche Azubis im Durchschnitt mehr als weibliche. Dies liege an der Berufswahl, sagte die BIBB-Expertin Ursula Beicht der „Süddeutschen Zeitung“. „In Berufen, in denen weit überwiegend junge Männer ausgebildet werden, waren die Ausbildungsvergütungen teilweise sehr hoch, umgekehrt wurden in Berufen, in denen junge Frauen sehr stark vertreten sind, häufig relativ niedrige Vergütungen gezahlt“, führte sie aus.

Von

afp

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