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23.12.2014

04:06 Uhr

Medien

Hartz IV kostet bisher 450 Milliarden Euro

Seit Inkrafttreten der Hartz-IV-Reform hat Deutschland laut einem Medienbericht etwa 450 Milliarden Euro an Sozialleistungen ausgegeben. Namensgeber Peter Hartz plädiert für weitere Reformen.

Symbolbild - Spielzeugfiguren bauen einen Hartz IV-Schriftzug: Die Reform soll dazu beigetragen haben, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland deutlich geringer ist als im europäischen Vergleich. dpa

Symbolbild - Spielzeugfiguren bauen einen Hartz IV-Schriftzug: Die Reform soll dazu beigetragen haben, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland deutlich geringer ist als im europäischen Vergleich.

Frankfurt/MaiBund und Kommunen haben seit Inkrafttreten der Hartz-IV-Reform vor zehn Jahren einem Zeitungsbericht zufolge etwa 450 Milliarden Euro für die neuen Sozialleistungen ausgegeben.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom Dienstag unter Berufung auf Daten des Bundesarbeitsministeriums und des Deutschen Landkreistags berichtet, gab der Bund zwischen 2005 und 2013 insgesamt 313 Milliarden Euro für die neugeschaffenen Leistungen aus, die Kommunen kamen auf 92 Milliarden Euro. Hinzu kommen demnach die Ausgaben des laufenden Jahres, die auf dem Niveau des Vorjahres liegen dürften.

Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe trat zum 1. Januar 2005 in Kraft. Etwas weniger als die Hälfte der seitdem aufgewandten 450 Milliarden Euro fiel laut dem Blatt für die Zahlung des Arbeitslosengelds II an, hinzu kommen unter anderem die Kosten der Arbeitsmarktpolitik, für Unterkunft und Heizung.

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Die Reform habe dazu beigetragen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland deutlich geringer sei als im europäischen Vergleich, sagte der Ideengeber der Reform, Peter Hartz, der „F.A.Z.“. Er plädierte aber für weitere Reformen, da die Langzeitarbeitslosigkeit bislang nur wenig gesunken sei. Hartz regte an, Dauerarbeitslose auch nach der Aufnahme einer Arbeit intensiv zu betreuen, um einen schnellen Rückfall zu vermeiden.

Insgesamt sei das Konzept von „fordern und fördern“ immer noch richtig, sagte Hartz, die Aufteilung von Menschen in „faul und fleißig“ aber sei falsch. Gleichzeitig rief er dazu auf, Zeitarbeit und Minijobs zu akzeptieren, da sie für einige Menschen „nun mal den einzigen Weg in Beschäftigung“ bedeuteten.

Von

afp

Kommentare (5)

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Herr Fred Meisenkaiser

23.12.2014, 06:59 Uhr

Ein verurteilter Verbrecher, der Dank unserer, ach so unabhängigen, Justitz viel zu milde bestrfat wurde, maßt sich ein Urteil über arbeitende Menschen an?
Der Großteil dieser H4-Empfänger arbeitet ehrlicher als dieser Herr Hartz.
Es ist eine Verhöhnung das so etwas sich noch öffentlich äußern darf!

Herr Fred Meisenkaiser

23.12.2014, 07:40 Uhr

Übrigens kamen diese Gelder zu einem großen Teil den Unternehmen zu Gute, die so geringe Löhne zahlten, dass die Mitarbeiter aufstocken mussten!
Dort sollte man sich die Gelder zurückholen!

Herr Peter Noack

23.12.2014, 08:44 Uhr

Für Hartz IV wurden in 10 Jahren 450 Milliarden Euro ausgegeben.
Das ist viel mehr als in 25 Jahren Aufbau Ost, wenn man die Sozialtransfers abzieht. Schafft endlich Hartz IV ab und spart das Geld.

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