Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.01.2006

11:45 Uhr

Medienbericht

Affäre um Politiker-Reisen weitet sich aus

Die Affäre um von Energieunternehmen gesponsorte Reisen für Kommunalpolitiker weitet sich aus. Neben Eon Ruhrgas ist angeblich auch die von RWE Energy betriebene Thyssengas an der Finanzierung solcher Reisen beteiligt gewesen.

HB BERLIN. Dies berichtet das Magazin „Spiegel“ unter Berufung auf Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft. Wie bei Eon seien auch bei RWE im vergangenen Jahr Geschäftsräume durchsucht und Reiseunterlagen beschlagnahmt worden.

RWE habe die Untersuchungen bestätigt. Gleichzeitig habe das Unternehmen darauf verwiesen, dass im Jahr 2005 von der Konzernspitze verbindliche Unternehmensregeln verabschiedet worden seien. Seitdem würden äußerst strenge Maßstäbe bei der Durchführung solcher Reisen angelegt.

Laut „Spiegel“ will auch Eon die internen Regeln verschärfen. So könnte etwa detailliert vorgeschrieben werden, ob Kunden und Politiker eine Eigenbeteiligung an Reisekosten tragen müssen. Eon-Ruhrgas-Chef Burckhard Bergmann sagte dem „Spiegel“, bis zur Verabschiedung solcher verbindlicher Konzepte sollten „sämtliche Kunden-Veranstaltungen dieser Art komplett eingestellt“ werden.

Wegen des Vorwurfs der Vorteilsnahme im Zusammenhang mit Reisen von Eon Ruhrgas wird gegen mehr als 100 Kommunalpolitiker in 25 Städten in Nordrhein-Westfalen ermittelt. Die Politiker stehen im Verdacht, als Aufsichtsräte ihrer Stadtwerke an Reisen mit „eher touristischem Charakter“ teilgenommen zu haben, die der Essener Gasversorger finanziert haben soll.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×