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20.05.2012

14:48 Uhr

Medienbericht

Bonner Islamist ruft zum Mord auf

Ein radikaler Islamist aus Bonn fordert in einer Audiobotschaft seine Zuhörer auf, sie sollten „die Mitglieder der Pro NRW alle töten“. Dazu nennt er Wohnorte und Arbeitsplätze und wie man am besten zuschlagen könne.

Pro-NRW-Demonstranten in Köln: „Am besten im Schutz der Dunkelheit oder im Morgengrauen“ zuschlagen. dapd

Pro-NRW-Demonstranten in Köln: „Am besten im Schutz der Dunkelheit oder im Morgengrauen“ zuschlagen.

BerlinEin aus Bonn stammender radikaler Islamist hat einem Pressebericht zufolge zum Mord an Mitgliedern der rechten Gruppierung „Pro NRW“ aufgerufen. Wie die „tageszeitung“ vorab aus ihrer Montagsausgabe berichtete, erfolgte der Aufruf von Yassin Ch. in einem radikalislamischen Internetforum. „Ihr sollt die Mitglieder der Pro NRW alle töten“, heiße es in dem siebenminütigen Aufruf. Dazu sollten Informationen über Wohnorte, Arbeitsplätze und tägliche Routinewege gesammelt werden, damit „am besten im Schutz der Dunkelheit oder im Morgengrauen“ zugeschlagen werden könne.

Die deutschen Sicherheitsbehörden halten die Audiobotschaft laut „taz“ für echt. „Wir nehmen die Drohung ernst“, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums der Zeitung. Der Islamist betreibt dem Bericht zufolge Propaganda für die terroristische Vereinigung „Islamische Bewegung Usbekistan“ (IBU), die im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan agiert.

Vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hatten sich Salafisten und Anhänger von „Pro NRW“ heftige Auseinandersetzungen geliefert. Anhänger der rechten Gruppierung hatten im Wahlkampf Mohammed-Karikaturen vor Moscheen und anderen islamischen Einrichtungen gezeigt. Zwei Polizisten wurden Anfang Mai bei Auseinandersetzungen in Bonn durch Messerstiche verletzt. Salafisten sind Anhänger einer fundamentalistischen Strömung des Islam.

Von

afp

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