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15.10.2011

10:49 Uhr

Medienbericht

Bundesweit rund 100 Mal Trojaner eingesetzt

Bundesweit haben Sicherheitsbehörden in den vergangenen drei Jahren in hundert Fällen Trojaner eingesetzt. Unionspolitiker Hans-Peter Uhl spricht von Hysterisierung in der Debatte um die Spionagesoftware.

Hinter einer Lupe ist der Ordner "Eigene Dateien" auf einem Computerbildschirm zu sehen. dpa

Hinter einer Lupe ist der Ordner "Eigene Dateien" auf einem Computerbildschirm zu sehen.

OsnabrückDie Behörden von Bund und Ländern haben nach Angaben aus Unionskreisen in den vergangenen drei Jahren in rund hundert Fällen die umstrittene Spionagesoftware eingesetzt. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), sagte der „Osnabrücker Zeitung“ vom Samstag, dass alle Sicherheitsbehörden zusammen seit 2009 etwa 35 Mal pro Jahr Trojaner eingesetzt hätten, „um verschlüsselte Kommunikation am Computer abzugreifen“. Allein Bayern habe in der Zeit bei Verdacht auf schwere Kriminalität 25 Mal Trojaner eingesetzt, dabei seien vereinzelt auch Screenshots, also Aufnahmen des Bildschirms, weitergeleitet worden.

Vor diesem Hintergrund sprach Uhl von einer „unverantwortlichen Hysterisierung“ der derzeitigen Debatte über Staatstrojaner. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) warf der Politiker vor, Polizei und Staatsanwälte seit Jahren im Regen stehen zu lassen. „Wir haben die Ministerin immer wieder darauf hingewiesen, dass die Ermittler beim Einsatz von Spionagesoftware in Strafverfahren in einer gesetzlichen Grauzone arbeiten.“ Geschehen sei aber „absolut nichts“, sagte Uhl der „NOZ“. Die Ministerin hatte am Mittwoch vor Missbrauch der Daten durch Dritte gewarnt.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte am Dienstag die Bundesländer aufgefordert, die zuvor vom Chaos Computer Club (CCC) enttarnte Spionagesoftware nicht mehr einzusetzen. Zunächst müsse geklärt werden, ob das Programm mehr könne, als gesetzlich zulässig sei. Am Mittwoch räumte die Bundesregierung den Einsatz von Spionagesoftware bei den Zollbehörden in 16 Fällen ein.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

15.10.2011, 12:44 Uhr

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Irgendwie hat man hier Verständnisprobleme.
Es bedarf keiner Trojaner oder sonstigem Gekaspere,
um zu sehen wer was surft. Das Netzwerk und die Netzwerksoftware ist so aufgebaut, daß ihr Computer ein Echo liefert ohne aufgefordert zu werden.

VON ALLEM WAS MAN SURFT.

Trojaner braucht man nur für das Ausspähen und Manipulieren des restlichen Inhalts und der Funktionen eines Computers.
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