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16.02.2014

19:24 Uhr

Medienbericht

Friedrich könnte CSU-Landesgruppenchef werden

Hans-Peter Friedrich könnte ein politisches Blitzcomeback hinlegen: Angeblich ist er für den Posten des CSU-Landesgruppenchefs im Gespräch. Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt könnte dann neue Agrarministerin werden.

Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU, M) und die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Gerda Hasselfeldt (r): es bahnt sich ein Quasi-Postentausch an. dpa

Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU, M) und die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Gerda Hasselfeldt (r): es bahnt sich ein Quasi-Postentausch an.

LeipzigFür den in der Edathy-Affäre zurückgetretenen früheren Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) könnte es einem Zeitungsbericht zufolge eine schnelle Rückkehr in ein politisches Spitzenamt geben. Friedrich gelte als Anwärter auf den Posten des CSU-Landesgruppenchefs im Bundestag, berichtete die „Leipziger Volkszeitung“ (Montagsausgabe) unter Berufung auf die CSU-Spitze. Parteichef Horst Seehofer plane ein Blitzcomeback für Friedrich. Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt könnte nach diesem Plan neue Agrarministerin werden. Friedrich würde Hasselfeldt nachfolgen.

Friedrich war bereits in den Jahren 2009 bis 2011 Landesgruppenvorsitzender. Mit dieser Personalrochade würde Seehofer seinen in der Affäre um den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy gestrauchelten Parteifreund im Eilverfahren rehabilitieren, berichtete das Blatt. Friedrich war am Freitag zurückgetreten.

Friedrich hatte als Bundesinnenminister im Oktober 2013 SPD-Chef Sigmar Gabriel darüber informiert, dass der Name Edathys im Zusammenhang mit Ermittlungen im Ausland aufgetaucht sei. Deshalb steht Friedrich nun im Verdacht des Verrats von Dienstgeheimnissen. Seit Mitte Dezember war Friedrich Landwirtschaftsminister in der großen Koalition von Union und SPD.

Von

afp

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

17.02.2014, 08:03 Uhr

Es gibt einen Gewinner der GROKO Krise und das ist Friedrich. Das er Merkel und Seehofer vorher gefragt hat ob er die Edathy Information weiter geben soll ,ist vermutlich Tatsache. Nun wird er Landesgruppenchef, seine Lieblingsposition und man fragt sich, was sollte eigentlich der Rücktritt? Sollte Merkel informiert worden sein, dann ist sie nun in eine Falle gelaufen und
Friedrich kann sein politisches Leben geniessen. Fragen der Presse diesbezüglich an beide Personen wird die Hofpresse nicht wagen.

Notar

17.02.2014, 08:49 Uhr

Zitat : Friedrich könnte CSU-Landesgruppenchef werden

- das deutet doch immer mehr darauf hin, dass Friedrich ein Bauernopfer war.

Es ist SEHR anzunehmen, dass neben Gabriel auch Seehofer und Merkel über den Fall Edathy bestens informiert waren. Und natürlich haben die Schwarzen bei den Koalitionsverhandlungen diesen "Fall" zu ihren Gunsten ausgelegt und ausgenutzt.

Jetzt kommt auch Licht ins Dunkle, weswegen die Sozis bei den Ressorts-Verhandlungen so zahm waren und KEINEN Anspruch auf das Finanzministerium erhoben haben.

Schäuble hat sein weiteres Treiben einem pädophilen Edathy zu verdanken !

Die Berliner Republik versinkt vollends in der Jauche !

Fuck the GroKO..........Grosse Konfusion !

RBern

17.02.2014, 10:01 Uhr

@Notar
Nicht nur keinen Anspruch auf das Finanzministerium erhoben haben, sondern auch Oppermann auf das Innenministerium verzichtet hatte.
- Gabriel soll Oppermann händeringend gebeten haben auf diesen Anspruch zu verzichten.-

Vielleicht hat Gabriel damals etwas weiter gedacht als die anderen: Ehemaliger Innenminister informierte aktuellen Innenminister ....

Unverständlich ist allerdings, warum die CSU ihren, wegen versuchten oder gegebenen Geheimnisverrats zurückgetretenen, Minister stürmisch beklatscht.

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