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27.07.2013

11:11 Uhr

Medienbericht

Geringes Interesse an der Blue Card

Deutschland sucht händeringend nach Fachkräften. Die Bundesregierung hat zu diesem Zweck die Blue Card eingeführt, die die Zuwanderung erleichtern soll. Doch das Interesse ist gering.

Fachkräfte sind in Deutschland nach wie vor Mangelware. Auch aus dem Ausland kommen nur wenige – trotz Einführung der Blue Card. dpa

Fachkräfte sind in Deutschland nach wie vor Mangelware. Auch aus dem Ausland kommen nur wenige – trotz Einführung der Blue Card.

BerlinDeutschland tut sich einem Zeitungsbericht zufolge schwer mit der Anwerbung hoch qualifizierter Zuwanderer. Die vor einem Jahr eingeführte Blue Card, die mehr ausländische Fachkräfte ins Land locken soll, treffe kaum auf Resonanz, berichtete die Zeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). Bis Ende Juni habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 8.879 Blue-Card-Inhaber gezählt. Davon seien allerdings nur 2.536 Personen (28,56 Prozent) wegen der Blauen Karte eingereist. Die restlichen Inhaber der Karte haben sich demnach bereits in Deutschland aufgehalten. „Bei den restlichen Inhabern liegt ein Statuswechsel aus einem anderen Aufenthaltsstatus heraus vor“, wird das Bundesamt zitiert.

Die meisten Blue-Card-Besitzer seien aus Indien gekommen, gefolgt von China und Russland. Das Bürgerkriegsland Syrien sei ebenfalls stark vertreten. Die Blue Card wurde im August 2012 eingeführt, um den Zuzug von Akademikern aus dem Ausland zu erleichtern.

Von

rtr

Kommentare (41)

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Account gelöscht!

27.07.2013, 11:44 Uhr

Jaja, die Wirtschaft sucht händeringend nach Fachkräften? Gibt es da draußen genug! Aber die deutsche Wirtschaft sucht keine Fachkräfte sondern allein billige Fachkräfte (=Lohnsklaven). Und das bekommen sie derzeit weder auf dem deutschen Markt, noch per Bluecard. Wer Fachkräfte will, muss eben mehr bieten als die Konkurrenz. Im Wirtschaftswunder gabs das auch. Da war es völlig normal, dass ein Arbeitgeber eine bezuschusste oder kostenlose Betriebsrente bot, Zusatzleistungen, Sozialleistungen, Freizeitangebote, etc. Davon sind wir noch weit weg. Also nicht meckern.

RDA

27.07.2013, 13:26 Uhr

Wenn Deutschland so händeringend nach Fachkräften sucht, dann sollte die Familienzusammenführung ebenfalls daran gekoppelt werden, dass angeheiratete Familienangehörige eine abgeschlossene Berufsausbildung und fließende Deutschkenntnisse in Assessment Centern nachweisen müssen. Wer diese Prüfungen in Deutschland nicht besteht, darf nicht einreisen.

cannerrara

27.07.2013, 13:33 Uhr

Die deutsche Politik, Arbeitnehmerpolitik, ist ja duchweg negativ im Geldbeutel. Und das seit Jahren. Netto wurde es immer weniger plus die 10 Millionen Arbeitsplätze mit Niedriglöhnen. Da wandern mehr gute Fachkräfte aus als ein. Seit der Sozialverräterschaft der Schröder-Regierung hat sich unter Merkel die Situation noch verschlechtert. Millionen Bürger haben so gut wie keinen Rentenaufbau mehr, d.h. die Last liegt später bei Grundrenten, die von den kommenden Generationen aufgebracht werden müssen. Dafür verschenken wir unser Geld heute an Bankenzocker und Pleiteländer. Die vielen Rechtsbrüche der Merkelregierung sowie die vielen Affären tun ihr Übriges. Darum muss man anstelle der Blockparteien den Ausweg AfD wählen. Anders geht es scheinbar nicht mehr.

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