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31.05.2013

14:53 Uhr

Medienbericht

Mehr SPD-Abgeordnete als bisher bekannt arbeiteten für Stasi

Zwischen 1949 und 1989 sollen neun SPD-Bundestagsabgeordnete der Stasi zugearbeitet haben. Bei elf weiteren Abgeordneten besteht der Verdacht, heißt es in einem Medienbericht. Das sind mehr als bislang angenommen.

Stasi-Akten im ehemaligen Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), dem heutigen Museum Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstrassen in Berlin-Lichtenberg. dapd

Stasi-Akten im ehemaligen Archiv des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), dem heutigen Museum Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstrassen in Berlin-Lichtenberg.

BerlinBis zum Ende der DDR waren einem Pressebericht zufolge mehr frühere SPD-Abgeordnete für die Stasi tätig, als bislang bekannt. Das geht aus einem wissenschaftlichen Gutachtens der Jahn-Behörde hervor, das laut „Zeit Online“ kommende Woche an Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) übergeben werden soll.

Insgesamt würden in dem Gutachten neun Bundestagsabgeordnete aus den Jahren 1949 bis 1989 als „bewusst tätige IM“ (Inoffizielle Mitarbeiter) für die Hauptabteilung Aufklärung (HVA) des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit oder ihrer Vorläufer bezeichnet. Die meisten davon seien aber schon länger bekannt. Daneben habe ein SPD-Abgeordneter von 1956 bis 1960 für den tschechoslowakischen Geheimdienst spioniert.

Bei elf weiteren Parlamentariern seien die vorliegenden Stasi-Unterlagen „problematisch“, heißt es dem Bericht zufolge in dem Gutachten weiter. In diesen Fällen liege „die Schlussfolgerung nahe, dass zwischen den jeweiligen Abgeordneten und der HVA in bemerkenswertem Umfang kontinuierlich Informationen geflossen sind“, zitierte „Zeit Online“ aus der Studie. Wegen lückenhafter Überlieferung ließen sich diese Fälle aber nicht mehr eindeutig klären.

Die SPD habe „in besonderer Weise im Visier des MfS“ gestanden. Bei einer Reihe von Sozialdemokraten scheine es dem DDR-Geheimdienst wegen „partieller politischer Übereinstimmung leichtgefallen zu sein, Verbindungen aufzubauen und beständig Informationen zu erhalten“.

Insgesamt seien in den Unterlagen der Stasi-Aktenbehörde 49 Prozent aller Bundestagsabgeordneten der Jahre 1949 bis 1989 erfasst, die meisten allerdings bloß als Zielperson. Sechs Prozent der insgesamt 2190 Parlamentarier aus dieser Zeit seien in IM-Vorgängen registriert, aber auch von diesen sei die große Mehrzahl lediglich unbewusst abgeschöpft worden.

Von

afp

Kommentare (17)

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OleLakshmiMuellerSchabrunski

31.05.2013, 15:19 Uhr

Und wird das nun zu Verfahren wegen Landesverrates o.ä. führen?

Natürlich NICHT !

Da seien IM Larve und IM Erika vor.

Es war kein Beitritt zur BRD, es war eine feindliche Übernahme. Chapeau Genossen, ein Meisterstück!

Hannes

31.05.2013, 16:01 Uhr

Jaja die SPD.
Seiner Zeit von Freimaurern und zionistischen Banden gegründet um die breiten Volksmassen am selbstständig Denken und Handeln zu hintern, nachdem diese dem Pastor einfach nicht mehr so recht glauben wollten. Und heute sind sie immer noch voll auf Linie. Massenverdummung vom Feinsten.
Ich frage mich, wann die Menschen endlich wach werden und merken, daß polit. Ideologien nichts anderes sind, als die Religionen unserer Zeit. Spinnerei, Hirngespinste und oftmals faustdicke Lügen. Selbst das "höhere Wesen" ist da: in Form des schnöden Mammons! Einziger Unterschied: Damals durfte man die Bande mit der allein selig machenden Wahrheit im Gepäck nicht wählen. Ansonsten Eins zu Eins. Bin mal gespannt wie lange es noch dauert, bis man Andersdenkende wieder als Ketzer beschimpft und auf den Scheiterhaufen zerrt!
Bei rechtsradikal, Neonazi, Antisemit und/oder "Leugner" von was weiß ich alles sind wir ja schon!

Aber Hauptsache, wir dürfen wählen. Und der Didda läuft noch in der Glotze!
Tja, es geht eben nix über eine gepflegte "Demokratie"!
Gute Nacht Menschheit! Macht weiter so. Dann wird bestimmt alles gut!

General-Investigation

31.05.2013, 16:29 Uhr

Gut, dann ist das so.
Wie viele der CDU /CSU, der FDP und auch Grüne haben ähnliches getan oder stehen im Verdacht? oder will man tatsächlich behaupten das es lediglich SPD-Leute waren?
Nur zur Klarstellung, ich habe weder mit der SPD noch mit der CDU oder anderen eine "zarte Bande" aber ich finde das denn doch etwas einseitig - fühlt sich an wie gesteuert.

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