Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.03.2011

00:40 Uhr

Eine Euro-Münze mit Bundesadler. Merkel will ihn besser schützen. Quelle: dpa

Eine Euro-Münze mit Bundesadler. Merkel will ihn besser schützen.

BerlinBundeskanzlerin Merkel hat für den neuen „Pakt für Wettbewerbsfähigkeit“ als Lehre aus der Euro-Krise geworben.

Der „Bild“-Zeitung sagte Angela Merkel: „Wir wissen jetzt ein für alle Mal: Der Euro ist unser Schutz, aber er verträgt im Inneren keinen Schlendrian. Der Euro will gut gepflegt sein. Das richten wir jetzt ein, u.a. mit dem Pakt für Wettbewerbsfähigkeit.“ Dabei gebe Deutschland aber keine zusätzliche Zuständigkeit nach Brüssel ab, so Merkel. „Über Renten und Soziales wird weiter allein in Berlin, im Bundestag entschieden. Wer Kredite braucht, muss unsere Bedingungen erfüllen.“

Merkel sieht keine Notwendigkeit, dass die Deutschen den Euro lieben. „Wir müssen unser Geld nicht lieben, sondern sehen, wie sehr es uns nützt, und das tut der Euro auf ganzer Linie. Eines sollten wir uns alle klarmachen: Es herrscht ein immer intensiverer weltweiter Wettbewerb mit großen Ländern wie China, Indien oder Brasilien. Um da mithalten zu können, braucht Deutschland Verbündete. Der Euro schafft solche Verbündete. Ein fester, leistungsfähiger Euroraum ist der beste Schutz für unseren Sozialstaat und unsere Arbeitsplätze.“

Merkel räumte ein, dass die Deutschen mit der D-Mark Jahrzehnte des Aufstiegs aus den Trümmern des Krieges zu einem respektierten und erfolgreichen Land verbänden. „Unsere Verbindung mit dem Euro ist kürzer. Trotzdem bringt der Euro uns große Vorteile, und das wissen die meisten auch. Seit wir den Euro haben, liegt die Inflation im Schnitt niedriger als zu D-Mark-Zeiten. Das stärkt die Kaufkraft aller Bürger“, sagte Merkel.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Kosre-diePflege-was-es-wolle

11.03.2011, 11:48 Uhr

"Ein fester, leistungsfähiger Euroraum ist der beste Schutz für unseren Sozialstaat und unsere Arbeitsplätze."
1. Der Euroraum ist weder fest noch leistungsfähig, und wird es auch nie sein.
2. Wieso, wenn für inländische Sozialleistungen nichts mehr übrig bleibt, weil alles ins Ausland fließt?
3. Arbeitsplätz: Der beste Schutz wäre nicht im Euroraum zu sein, dass würde die Arbeitsplätz sichern, weil nicht Milliarden ins Ausland fliessen, statt in D für Investitionen. D täte besser in Forschung zu investieren, wegen China... anstatt die Pleitestaaten zu finanzieren.
Der Euro-Pakt ist nur Wahltaktik.

Account gelöscht!

11.03.2011, 13:32 Uhr

Mit hohen Löhnen und einer harten DM waren wir 1986, 1987, 1988 und 1990 Exportweltmeister. Jahrzehntelang waren wir mit dem Wirtschaftswunder Made in Germany immer unter den ersten drei stärksten Exportnationen. Erst 1991, nach dem Beitritt der DDR ins Schlaraffenland fielen wir massiv zurück.

Wir sind am allerwenigsten auf den Euro angewiesen. Unser derzeitiger, erfreulicher Exportboom innerhalb der EU und in die USA ist ausschließlich mit Kredit finanziert. Wir schicken die Schecks gleich mit, mit denen dann unsere Waren bezahlt werden können.

Der Euro hat vor allem uns als Exportland Vorteile gebracht – ein Märchen!
Ein zurück zur D-Mark verhindert, dass auch DE immer tiefer in den Abwärtsstrudel gezogen wird.
Erst seit 2001, der Einführung des Euros, geht es mit unserem Wohlstand bergab, immer schneller, immer tiefer.


Schäuble: "Die Inflation des Euro war im Durchschnitt niedriger als zu D-Mark-Zeiten."
Na dann schauen wir mal genau hin!
Die Kaufkraft (Wachstum Geldmenge – BIP + Verbraucherpreise) sinkt seit 2002 (Euro) im Schnitt um 8,3 Prozent pro Jahr.
Erster % Wert = Kaufkraftverlust pro Jahr / zweiter % Wert = tatsächliche Inflation
2002: 8,4% - 7,1%
2003: 8,1% - 7,1%
2004: 6,7% - 4,9%
2005: 8,6% - 6,7%
2006: 8,4% - 6,6%
2007: 11,0% - 8,7%
2008: 10,9% - 8,1%
2009: 3,9% - 3,5%
Quelle: Deutsche Bundesbank / SJB FondsSkyline

Account gelöscht!

11.03.2011, 13:43 Uhr

Vom Wunschdenken zur Realität:
EU-Länder, die kein Geschäftsmodell mehr haben, bzw. noch nie hatten und uns immer auf den Taschen liegen werden, adäquat zu den neuen Bundesländern innerhalb Deutschlands.

- Irland: Zocken im Spielcasino. Wenn das Geld alle ist, gibt´s Neues von deutschen Banken

- Portugal: Produktivität jenseits von Gut und Böse.

- Griechenland: Ein Leben ohne Steuern, dafür um so mehr mit Fakelaki, den Hauptteil lässt man sich aus der EU-Kasse mit gefälschten Zahlen subventionieren

- Frankreich: Man lebt ein Leben, das man sich nicht leisten kann, höchstens in Kolonialzeiten möglich war.

- Spanien: Hunderttausende Häuser wurden schon mal auf Vorrat gebaut, die niemand mehr haben will. In den letzten 2 Jahren haben sich die Immobilienpreise um 50% reduziert. Wohnungen gibt´s jetzt schon für ein Appl und nem Ei.

Unser derzeitiger erfreulicher Exportboom, auf Kredit finanziert, versschaffen Schäuble ein paar Milliarden Steuereinnahmen, auf die aber schon seine Kollegen in Südeuropa sehnlichst warten, damit dort das Armageddon noch a bissl rausgeschoben werden kann.
Europa braucht dringendst die Sparguthaben der Deutschen, die über 40 Jahre mit viel Arbeit und Schweiß entstanden sind.
Frau Merkel, in den Geschichtsbüchern kann man nachlesen, wie man mit Hochverrätern umgeht. Und was steht eigentlich auf Meineid in besonders schwerem Falle?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×