Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.08.2012

12:56 Uhr

Medienbericht

Münchner Polizeichef soll BKA leiten

Der Münchner Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer wird angeblich neuer Chef des Bundeskriminalamts. Das Innenministerium wollte die Personalie an der Spitze des BKA aber zunächst nicht kommentieren.

Das Bundeskriminalamt braucht zum 1. Januar 2013 einen neuen Chef. dapd

Das Bundeskriminalamt braucht zum 1. Januar 2013 einen neuen Chef.

Düsseldorf/BerlinNach monatelanger Suche nach einem neuen Präsidenten für das Bundeskriminalamt (BKA) ist Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) einem Medienbericht zufolge fündig geworden. Der Münchner Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer soll laut dem Bericht der "Rheinischen Post" vom Donnerstag Nachfolger des zum Jahresende ausscheidenden BKA-Chefs Jörg Ziercke werden. Schmidbauer sei Friedrichs Favorit, berichtete die Zeitung.

Das Innenministerium bestätigte den Wechsel nicht. „Wir beteiligen uns nicht an Personalspekulationen“, sagte Sprecher Jörg Teske. Schmidbauer selbst, der derzeit in Urlaub ist, ließ über seinen Sprecher ausrichten: „Es handelt sich hier um personelle Spekulationen in den Medien. Ich beteilige mich nicht.“ Der 54-jährige Rechtswissenschaftler war 2003 Polizeipräsident geworden.

Ziercke geht aus Altersgründen (65) in den Ruhestand. Seine Amtszeit war im Januar schon einmal verlängert worden. Der 54-jährige Schmidbauer ist Rechtswissenschaftler. Die von ihm seit März 2003 geführte Münchner Polizei gilt nicht zuletzt wegen der schnellen Aufklärung einer Reihe von Kapitalverbrechen als gut organisiert. In die Kritik geriet Schmidbauer aber, weil er sich 2007 mit dem damals in München lebenden Sohn des früheren libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi zum Abendessen in einem Nobelhotel getroffen hatte.

Saif el arab Gaddafi war damals mehrmals ins Visier der Münchner Polizei geraten, bei dem Essen wollte ihm Schmidbauer laut bayerischem Justizministerium das deutsche Rechtssystem erklären. Die Opposition in Bayern sah in dem Essen aber einen Beleg für den besonders laxen Umgang der Münchner Polizei mit Gaddafi. Dieser war trotz seiner Vergehen nie vor Gericht gestellt worden.


Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Thomas-Melber-Stuttgart

16.08.2012, 12:50 Uhr

Ich hätte ja den Herrn Mannichl vorgeschlagen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×