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24.12.2011

10:13 Uhr

Medienbericht

Polizistin wegen Dienstwaffe ermordet

Im Fall der von Neonazis getöteten Polizistin gehen die Ermittler mittlerweile nicht mehr von einer Beziehungstat aus. Die Neonazis Mundlos und Böhnhardt sollen den Mord begangen haben, um an Dienstwaffen zu gelangen.

Zwei Pistolen, die im Zusammenhang mit den Taten in Heilbronn stehen. dapd

Zwei Pistolen, die im Zusammenhang mit den Taten in Heilbronn stehen.

MünchenBei den Ermittlungen zum Zwickauer Neonazi-Trio ist einem Zeitungsbericht zufolge das Motiv für den Mord an der 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin gefunden worden. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagsausgabe) berichtet, wollten die Neonazis Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos vermutlich an ihre Dienstwaffe gelangen.

Die Ermittler gehen demnach inzwischen davon aus, dass die 22-jährige Michèle K. eher zufällig Opfer der Bande wurde. Weil die Polizistin wie die beiden Mörder aus Thüringen stammte, war zuvor über eine Beziehungstat spekuliert worden. Ermittlungen in Heilbronn und Oberweißbach, dem Heimatort der Polizistin, hätten diese Hypothese jedoch nicht bestätigt, berichtete die Zeitung.

Nach Erkenntnissen der Ermittler konnten die Mörder etwa nicht wissen, dass die Polizistin am 25. April 2007 Dienst hatte, hieß es in dem Bericht. Sie hatte demnach eigentlich Urlaub und war kurzfristig eingesprungen. Auch die Fahrtroute der Polizistin und ihres 24-jährigen Kollegen, der bei der Tat schwer verletzt worden war, sei eher zufällig gewesen.

Das Zwickauer Neonazi-Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe soll zwischen 2000 und 2006 neun Migranten ermordet haben. Neben dem Mord an der Polizistin 2007 steht die Gruppe im Verdacht, 2001 und 2004 zwei Sprengstoffanschläge mit insgesamt 23 Verletzten in Köln verübt zu haben.

Von

afp

Kommentare (7)

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anton

24.12.2011, 10:35 Uhr

Sehr "glaubwürdige" Erklärung. Illegale Waffen aller Art können auf dem schwarzen Markt in jeder deutschen Großstadt erworben werden. Da braucht niemand eine Polizistin für zu töten. Für wie einfältig wird der Leser eigentlich gehalten?

Account gelöscht!

24.12.2011, 10:50 Uhr

Wer kann diese Interpretation des Staates, glauben???
Waffen aller Art, gibt es doch zu Hauf zu erwerben!!!
Meiner Meinung nach sollen hier Fehler der Polizei vertuscht werden.
Diese Erklärung ist sehr, sehr fragwürdig.
Danke

aruba

24.12.2011, 11:13 Uhr

Guten Tag,... Meine beiden Vorredner haben voellig Recht. Es ist laecherlich dem bloeden Volk einzureden jemand muesse einen Polizisten umbringen um an eine Waffe zu kommen. Jeder Idiot kann sich eine Pump-action oder noch Schlimmeres gegen GELD besorgen. In Nizza oder sogar Bruessel kriegen Sie was immer Sie wollen. Besten Dank

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