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30.05.2014

04:48 Uhr

Medienbericht

Regierung rechnet mit mehr Frührentnern ab 63

Die Bundesregierung soll mit bis zu 40 000 zusätzlichen Frührentnern rechnen. Damit würde die Zahl der Nutznießer auf 240 000 steigen - auch die Zusatzkosten könnten sich somit erhöhen.

Rentner: Die Rücklagen der Rentenkassen versprechen goldene Zeiten. dpa

Rentner: Die Rücklagen der Rentenkassen versprechen goldene Zeiten.

MünchenDie Bundesregierung rechnet nach Medieninformationen mit bis zu 40 000 zusätzlichen Frührentnern wegen der Anrechnung von Beiträgen freiwillig Versicherter für die abschlagsfreie Rente ab 63. Dies habe das Arbeitsministerium auf Anfrage der Grünen mitgeteilt, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Damit erhöhe sich der Kreis der Nutznießer auf 240 000.

Freiwillig Versicherte können nach der neuen Regelung die Rente ab 63 in Anspruch nehmen, wenn sie durch Pflicht- und Freiwilligenversicherung auf 45 Jahre kommen.

Die Regierung geht dem Bericht zufolge davon aus, dass bei Anrechnung von freiwillig gezahlten Rentenbeiträgen auf die 45 Jahre „bis zu etwa 40 000 freiwillig Versicherte unmittelbar und in den Folgejahren jeweils bis zu etwa 20 000 freiwillig Versicherte jährlich“ zusätzlich die Rente ab 63 nutzen.

Das Rentenpaket der Großen Koalition

Mütterrente

Etwa 9,5 Millionen Frauen, deren Kinder vor 1992 zur Welt kamen, bekommen Kindererziehungszeiten in der Rente künftig besser honoriert. Pro Kind sind das ab 1. Juli brutto knapp 28 Euro monatlich mehr im Westen und gut 26 Euro mehr im Osten. Dies ist eine Verdoppelung des bisher bezahlten Zuschlags. Frauen mit jüngeren Kindern sind bei der Mütterrente aber immer noch bessergestellt.

Abschlagsfreie Rente ab 63

Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, soll schon ab 63 Jahren ohne Abschlag in Rente gehen können. Begünstigt sind die Geburtsjahrgänge zwischen 1952 und 1963. Phasen kurzer Arbeitslosigkeit sollen mit angerechnet werden, aber nicht in den letzten zwei Jahre vor Beginn der Frührente. Das soll eine Welle von Frühverrentungen verhindern. Selbständige, die in ihrem Berufsleben mindestens 18 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenkasse entrichtet haben und danach freiwillig weiterversichert blieben, sollen ebenfalls ab 63 eine abschlagfreie Frührente beziehen können. Das kommt vor allem Handwerkern zugute.

Erwerbsminderungsrente

Wer aus gesundheitlichen Gründen vermindert oder gar nicht mehr arbeiten kann, soll brutto bis zu 40 Euro mehr Rente bekommen. Die Betroffenen werden so gestellt, als ob sie mit ihrem früheren durchschnittlichen Einkommen bis 62 – und damit zwei Jahre länger als bisher – in die Rentenkasse eingezahlt hätten.

Reha-Leistungen

Um Frühverrentungen aus gesundheitlichen Gründen zu verhindern, sollen die bislang gedeckelten Mittel für Rehabilitationsleistungen dynamisiert – also schrittweise erhöht – werden.

Nach Schätzungen des rentenpolitischen Sprechers der Grünen, Markus Kurth, könnten sich die Zusatzkosten auf eine Milliarde Euro bis Ende 2017 belaufen.

In Koalitionskreisen war bislang von 50 bis 250 Millionen Euro pro Jahr die Rede gewesen. Die Gesamtkosten für die Rente ab 63 bezifferte die Bundesregierung bis Ende 2017 bislang auf insgesamt sieben Milliarden Euro.

Kommentare (5)

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30.05.2014, 08:35 Uhr

Schliesslich waren letztes Jahre über 1 Million Zuwanderer nach Deutschland gekommen, die auch versorgt werden müssen und diese paar Rentner die in den Betrieben fehlen ersetzen können. Einheitsbrei Vorhersage.!

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30.05.2014, 09:03 Uhr

pmmer weniger produktive müssen immer mehr Unproduktive (Schüler, Studenten, Rentner, Sozialleistungsempfänger, BEamte, Politiker u.ä.) mit durchfüttern. Das kann nicht gutgehen. Da brennen die Produktiven aus und kommen auf die Seite der Unproduktivne.

Wenn unproduktive Nichtskönner (bzw. weniger als das) wie Merkel, Nahles etc. mit Aufgaben für Produktive betraut werden, dann kommt es zur Katastrophe.

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30.05.2014, 11:06 Uhr

@Ylander
Über Ihren Beitrag mit den Unproduktiven - Merkel Nahles, musste ich schmunzeln.

Aber keine Sorge, keiner in Deutschland oder Europa wird sie je in die Reihe der Produktiven bringen und sie selbst wollen das auch nicht.

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