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26.11.2012

06:50 Uhr

Medienbericht

Renten sollen deutlich steigen

Mehr Geld für Rentner soll es in den kommenden vier Jahren geben. Laut einem „Bild“-Bericht wird von dem höheren Altersgeld vor allem der Osten Deutschlands profitieren.

Die Renten sollen in den kommenden vier Jahren steigen. dpa

Die Renten sollen in den kommenden vier Jahren steigen.

BerlinDie 20 Millionen Rentner in Deutschland können in den nächsten Jahren mit kontinuierlichen Steigerungen ihrer Altersbezüge rechnen. Nachdem vor rund zwei Wochen bekanntgeworden war, dass sich westdeutsche Rentner im kommenden Jahr voraussichtlich mit einer Rentensteigerung zufriedengeben müssen, die unterhalb der Inflationsrate liegt, können nun auch sie hoffen. Wie aus dem Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung hervorgeht, aus dem die "Bild"-Zeitung berichtet, könnten die Altersbezüge in den kommenden Jahren kontinuierlich steigen - auch in Westdeutschland.

Ost-Rentner bekämen demnach bereits im kommenden Jahr mit 3,49 Prozent das höchste Plus seit 1997. In Westdeutschland müssen sich die rund 16 Millionen Ruheständler noch mit einer Anhebung der Bezüge von rund einem Prozent zufriedengeben. Bei einer Inflationsrate von rund zwei Prozent bliebe ihnen am Ende netto weniger in den Taschen. Immerhin könnten sie aber für 2015 mit 2,55 Prozent auf die größte Steigerung seit 1993 hoffen.

Ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) bestätigte die Größenordnung für die Annahmen für 2013, betonte aber auch: "Wir kennen die endgültigen Zahlen noch nicht." Diese seien abhängig von der Lohnentwicklung. Auch sei noch nicht klar, wie sich der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor auswirken werde. Die exakten Zahlen würden im Frühjahr vorliegen.

Mittelfristig sollen die Renten dem Bericht zufolge kontinuierlich steigen. Für 2014 wird demnach eine Rentensteigerung von 2,33 Prozent im Westen und 2,4 Prozent im Osten erwartet. Im Jahr darauf sollen die Renten in Westdeutschland um 2,55 Prozent angehoben werden, in Ostdeutschland um 2,65 Prozent. 2016 soll es in den alten Bundesländern 2,39 Prozent mehr Rente geben, in den neuen 2,47 Prozent mehr.

Die sogenannte Eckrente nach 45 Jahren Durchschnittsverdienst soll im kommenden Jahr bei 1.276 Euro liegen und das Rentenniveau bei 48,9 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns, schrieb die Zeitung weiter. Im Rentenbericht 2006 habe die Bundesregierung für 2013 eine Rente von 1.212 Euro und ein Niveau von 48 Prozent prognostiziert.

Von

dapd

Kommentare (24)

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Heinz

26.11.2012, 07:13 Uhr

Tja 20 Millionen Wählerstimmen, dürfen nicht vernachläßigt werden. Es stehen ja 2013 Wahlen an.

ofelas

26.11.2012, 07:21 Uhr

Waehlen duerfen die Rentner (und zukeunfitgen) im Westen auch, nur bei der Nibelungentreue zu den Blockparteien wird halt bis zum Endsieg die gleiche Partei gewaehlt....mit dem gleichen Ergebnis wir damals

Moneymaxx

26.11.2012, 07:43 Uhr

Aufgrund der "EU-Rettungs-Orgien" wird m.E. die durchschnittliche Inflation bei mindestens 4% liegen.

Es liegen also faktisch "Rentenkürzungen" vor!

Warum wird bei Meldungen über "Brutto-Rentenerhöhungen" der Sachverhalt der Inflation und die Auswirkung auf die "Netto-Renten" meistens ausgeblendet!?

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