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07.11.2011

07:28 Uhr

Medienbericht

Rösler droht Griechenland mit dem Euro-Rauswurf

Bundeswirtschaftsminister Rösler spart nicht mit harten Worten. Die Euro-Zone könne Griechenland ausschließen, droht er. Die Griechen hätten die Wahl zwischen Reformen oder einem Euro-Austritt.

Bundesfinanzminister Philipp Rösler (FDP) am Sonntag im Bundeskanzleramt in Berlin dapd

Bundesfinanzminister Philipp Rösler (FDP) am Sonntag im Bundeskanzleramt in Berlin

Berlin FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler schließt ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro nicht aus. „Die Griechen haben selbst die Wahl: Reformen im Euroraum oder keine Reformen und draußen. Einen dritten Weg gibt es nicht“, sagte Rösler der „Bild“-Zeitung (Montag).
Zwar sei es Ziel, alle Länder im Euro-Raum zu halten und dem Land dabei zu helfen, aber Verzögerungen beim Reformprozess dürfe es nicht geben. Zu Volksabstimmungen über EU-Fragen, wie sie die CSU derzeit fordert, sagte Rösler er könne sich ein Referendum vorstellen, etwa wenn es um die Übertragung weiterer Kompetenzen an die EU geht.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann warnt wiederholt vor einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. „Das ist eine Lösung, die man gar nicht andenken sollte», sagte Ackermann am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Ein Ausscheiden Griechenlands wäre ein „ganz dramatisches Ergebnis“. Der Deutsche-Bank-Chef Ackermann plädierte dafür, dem Land mit einer „Art Marshall-Plan“ zu helfen, seine Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Als „wichtigen großen Schritt“ bezeichnete er den vereinbarten Schuldenschnitt von 50 Prozent.

Kommentare (34)

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Didl

07.11.2011, 05:03 Uhr

Rösler hat bis heute nichts vorzuweisen und springt mal wieder auf einen Zug auf, der dem Gusto des Volkes entspricht. Nichts als billiger Stimmenfang. Oder gibt es etwas substantielles Neues, was er uns mitteilen möchte. Sinnlose Phrasen nach dem Motto "Du du mach ja deine Hausaufgaben..." Naja seine Headline hat er wenigsten bekommen. Mehr wollte er wahrscheinlich auch nicht, dieser genügsame Mensch!

Ackermann dagegen weiß, was für die Banken auf dem Spiel steht. Pleite = Geld weg! Und in der Bankenlandschaft wird es grundlegende Veränderungen geben. Davor darf sich auch der Chef der größten deutschen Bank fürchten!

Oldy

07.11.2011, 05:22 Uhr

Wo der Bubui recht hat, hat er recht.

Das Ackermann die kommenden Goldgrube sieht ist auch verständlich, benötigt Griechenland bei einem Verbleib in der Eurozone, auf zig Jahre frische Mrd.

Fenstergucker

07.11.2011, 06:23 Uhr

Ist doch nur mehr eine Farce - Griechenland hängt ja nur mehr so lange am Geld-Tropf, bis man
Italien halbwegs von der Intensivstation umbetten kann. Dann wird die künstliche Beatmung heruntergefahren.
Griechenlands Pleite ist längst eingepreist, sein Hinauskomplimentieren aus der Währungsunion "alternativlos". Die Banken sind bereits geplündert. Die Führung, nicht einmal handelsfähig, wenn es darum geht, EU Milliardin einzuschleusen, ist bereits implodiert. Griechenland hat sich selbst zum Entwicklungshilfe-Empfänger degradiert und ist bereits "homeless" auf der Strasse gelandet: Ein Spielerschicksal, das vom Mitleid der zuvor noch abgezockten europäischen Gesellschaft abhängt.

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