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15.01.2012

18:10 Uhr

Medienbericht

Schuldenstand womöglich unter 80 Prozent

Das Finanzministerium hat laut Medienbericht berechnet, dass Deutschlands Schuldenstand unter 80 Prozent gesunken sein könnte. Staatliche Maßnahmen für toxische Wertpapiere hätten weniger Schulden gemacht als erwartet.

Die Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler in Berlin (Stand: 12.01.2012):  Laut Finanzministerium haben die staatlichen Auffangbecken für toxische Wertpapiere im vergangenen Jahr weniger Schulden gemacht als bislang erwartet. dpa

Die Schuldenuhr vom Bund der Steuerzahler in Berlin (Stand: 12.01.2012): Laut Finanzministerium haben die staatlichen Auffangbecken für toxische Wertpapiere im vergangenen Jahr weniger Schulden gemacht als bislang erwartet.

BerlinDer Schuldenstand Deutschlands könnte nach Berechnungen des Finanzministeriums Ende 2011 unter 80 Prozent gesunken sein. Die staatlichen Auffangbecken für toxische Wertpapiere hätten im vergangenen Jahr weniger Schulden gemacht als bislang erwartet, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf ein Schreiben von Finanz-Staatsekretär Steffen Kampeter. Die im EU-Stabilitätspakt festgelegte Grenze liegt bei 60 Prozent.

Die Abwicklungsanstalten verwalten Wertpapiere der Hypo Real Estate und Westdeutschen Landesbank, die in der Finanzkrise zum Mühlstein für die Institute wurden. „Die Abwicklungsanstalten könnten im Jahr 2011 ihre Schulden um 1,3 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts reduziert haben“, zitierte die Zeitung aus dem Schreiben. Damit würde sich die Schuldenstandsquote auf 79 Prozent verringern. Dies sei nur eine Schätzung, Genaueres stehe erst zum Ende des ersten Quartals fest.

Die Berechnung geht demnach von einem Wachstum von drei Prozent aus, einer Inflation von etwa 2,5 Prozent und einer Neuverschuldung von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das Statistische Bundesamt hatte am Mittwoch ähnliche vorläufige Werte genannt und war damit auf eine Schuldenstandsquote von 81,7 Prozent für 2011 gekommen. Darin sind aber noch nicht die Änderungen in den Abwicklungsanstalten enthalten.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Thomas-Melber-Stuttgart

15.01.2012, 18:24 Uhr

Das heißt nichts anderes als daß selbst Deutschland heute nicht mehr die Kriterien zur Aufnahme in die EUR-Währungsgemeinschaft erfüllt.

bjarki

15.01.2012, 18:51 Uhr

Waaaaaas ? unter 80%???????????? Wir sind schuldenfrei !!!! reich, reich, reich. Da seht Ihr mal Ihr Schwarzmaler, alles ist gut geworden. Danke Schäuble, Danke Danke an Mutti Ost.
Sogar Oskar und Wagenknecht sind happy und feiern. Na also, geht doch !!!!

Bingo

15.01.2012, 19:51 Uhr

Die sollen mal die ganzen Garantien und Bürgschaften in den Bundeshaushalt einstellen. Die werden nämlich alle gezogen werden.
Einfach nur lächerlich, dieser Schmarren.
Aber is klar: Die Deutschen haben am meisten vom Euro gehabt. Bingo.

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