Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.07.2012

13:06 Uhr

Medienbericht

Verfassungsschutz-Vize soll abgelöst werden

Offenbar gibt es weitere personelle Konsequenzen in der Affäre um die Vernichtung von NSU-Akten. Nach einem Medienbericht will Bundesinnenminister Friedrich Verfassungsschutz-Vize Eisvogel ablösen lassen.

Verfassungsschutz-Vize Eisvogel: Muss er gehen? dpa

Verfassungsschutz-Vize Eisvogel: Muss er gehen?

MünchenBundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will nach der Vernichtung von Geheimdienstakten mit einem Bezug zum Rechtsextremismus einem Medienbericht zufolge weitere personelle Konsequenzen ziehen. Wie das Münchner Magazin "Focus" berichtet, soll der Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Alexander Eisvogel, demnächst abgelöst werden. Das Blatt beruft sich dabei auf Angaben aus Sicherheitskreisen in Berlin.

In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass der Verfassungsschutz seit November 2011 weitere Akten mit Bezug zum Rechtsextremismus vernichtet hat. Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages forderte daraufhin die Behörden auf, derartige Aktionen sofort zu stoppen. Das Innenministerium hatte die Aktenvernichtungen als "Routinemaßnahme" verteidigt und Vertuschungsvorwürfe zurückgewiesen.

Eisvogel ist bislang im BfV unter anderem für die Bereitstellung von Akten für den NSU-Ausschuss zuständig. Der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) werden neun Morde an Menschen mit Migrationshintergrund sowie die Ermordung einer Polizistin vorgeworfen.

Zuvor war bereits BfV-Präsident Heinz Fromm auf eigenen Wunsch vorzeitig in den Ruhestand versetzt worden. Er gibt sein Amt wegen der Pannen bei den Ermittlungen gegen die rechtsextreme Terrorzelle NSU zum 1. August ab. Nachfolger wird der bisherige Leiter der Abteilung für Terrorismus-Bekämpfung im Bundesinnenministerium, Hans-Georg Maaßen. Der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) werden neun Morde an Menschen mit Migrationshintergrund sowie die Ermordung einer Polizistin vorgeworfen.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Paracelsus

21.07.2012, 11:44 Uhr

Dieser gesamte unfähige und selbstherrliche Verein gehört umgehend aufgelöst.
Die unteren Chargen machen doch was sie wollen.
Illoyal gegenüber den Vorgesetzten, jeder demokratischen Kontrolle sich entziehend.

Aber bloß nicht in den vorgezogenen Ruhestand schicken!
Die Beamten sollen als Schupos mal ein bisschen an der Großstadtfront Streife laufen, da können sie sich nützlich machen und kriegen wieder Bezug zur Gesellschaft.

Ludwig500

21.07.2012, 13:56 Uhr

Den Laden wird man unter der derzeitigen Regierung nicht dicht machen. Der Friedrich steckt mit drin.

Danach muss der Verein weg.

Account gelöscht!

21.07.2012, 15:42 Uhr

Dreckige braune Kackerlaken !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×