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14.09.2013

17:39 Uhr

Medienbericht

Wulff hielt von Unternehmer geschriebene Rede

Neuer Vorwurf gegen den ehemalige Bundespräsidenten Christian Wulff. Als Ministerpräsident Niedersachsens hatte er in einer Rede einen Filmfonds gelobt – die Rede scheint von Filmunternehmer David Groenewold verfasst.

Neue Vorwürfe: Hat Christian Wulff sich von Unternehmer Groenewold eine wohlwollende Rede diktieren lassen? dpa

Neue Vorwürfe: Hat Christian Wulff sich von Unternehmer Groenewold eine wohlwollende Rede diktieren lassen?

BerlinEx-Bundespräsident Christian Wulff soll einem Medienbericht zufolge in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident eine Rede gehalten haben, die vom Filmunternehmer David Groenewold entworfen war. In der Ansprache vor 150 Personen aus der Filmbranche habe Wulff 2005 einen damals von Groenewold geführten Filmfonds gelobt und sich gegen die geplante Abschaffung von Steuervorteilen für diese Anlageform eingesetzt, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Unterlagen des Landgerichts Hannover. Die Staatsanwaltschaft Hannover habe diesen bislang unbekannten Vorgang ermittelt. Die Rede werde auch im Beschluss des Landgerichts Hannover aufgeführt, den Prozess gegen Wulff und Groenewold wegen des Verdachts auf Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung zu eröffnen.

Groenewold entwarf außerdem ein Anschreiben, in dem er sich für Wulffs Einsatz gegen eine steuerliche Begrenzung von Verlustabschreibungen für Filmfonds bedankte, wie die Zeitung weiter berichtete. Er nannte den damaligen Ministerpräsidenten in einem anderen Dokument seinen „einzigen Hoffnungsträger“, nachdem Versuche gescheitert waren, andere Spitzenpolitiker für dieses Anliegen zu gewinnen.

Gut eineinhalb Jahre nach seinem Rücktritt wegen Korruptionsvorwürfen muss der Ex-Bundespräsident ab dem 01. November vor dem Landgericht Hannover verantworten. Eine Strafkammer hatte Ende August den von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf der Vorteilsnahme zur Verhandlung zugelassen. Wulff muss sich aber nicht wie von den Anklägern gefordert wegen Bestechlichkeit verantworten. Damit droht eine geringere Strafe. Das frühere Staatsoberhaupt bestreitet alle Vorwürfe und lehnt eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldsumme bislang ab.

Von

rtr

Kommentare (18)

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Dark-Mark

14.09.2013, 18:30 Uhr

Und wer hat seine Islam-Rede geschrieben? Erdogan?

keinahnung

14.09.2013, 18:33 Uhr

Man man man, langsam interessiert es mich brennend, wem wulff auf die füsse getreten hat und der jenige der staatsanwaltschaft grünes licht gegeben hat, wulff abzusägen. Das hat glaub ich schon privaten charakter. Hat chrissi evtl. die frau von Josef A. angefasst? Normal ist das alles doch nicht.

Account gelöscht!

14.09.2013, 19:35 Uhr

ein gutes Beispiel für die heutigen Verhältnisse in der Politik: "wes Brot ich ess', des Lied ich sing"

Wulff ist ein typisches "Musterbeispiel" dieser Garde !!!

Aber er hat ausgesorgt, ist "weich gefallen".
Nichts geleistet, aber die Pension wird ja zum Glück nicht leistungsbezogen bezahlt - das "passt schon"

Jedes mal wenn ich die Type sehe wird mir schlecht....



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