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25.01.2013

09:35 Uhr

Medienberichte

Milliardeneinsparungen bei Bundeswehr

2014 will die Bundesregierung Milliarden im Bundeshaushalt einsparen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ist besonders der Etat des Verteidigungsressorts mit 32 Prozent Kürzungen betroffen.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) auf dem Flug nach Islamabad. dapd

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) auf dem Flug nach Islamabad.

BerlinBei den geplanten Milliarden-Kürzungen für den Haushalt 2014 sollen Verteidigungs- und Verkehrsministerium nach einem Medienbericht die größten Posten schultern. Beide Ressorts zusammen sollen knapp 3,3 Milliarden von insgesamt etwa sechs Milliarden Euro beitragen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag unter Berufung auf Regierungskreise berichtet. Das Haus mit dem mit Abstand größten Etat, das Arbeitsministerium, soll demnach nur auf 64 Millionen Euro verzichten müssen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) fehlen etwa sechs Milliarden Euro, um 2014 einen strukturell ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Bei einer gemeinsamen Etatklausur aller Ministerien am 31. Januar soll ausgearbeitet werden, wer wieviel beitragen muss.

Reichen die freiwilligen Sparbeiträge nicht aus, soll dabei nach Informationen der Zeitung der sogenannte Afghanistan-Schlüssel zum Zug kommen - eigentlich dazu gedacht, Mehrkosten des Bundeswehreinsatzes gerecht zu verteilen. Er spiegele nicht die absolute Größe der Einzelhaushalte wider, sondern die Summe der jeweils frei verfügbaren Mittel. Dem Bericht zufolge liegt das Verteidigungsressort von Thomas de Maizière (CDU) mit 32 Prozent an der Spitze, gefolgt vom Verkehrsministerium unter Peter Ramsauer (CSU) mit 22 Prozent. Am glimpflichsten komme das Gesundheitsministerium davon (0,5 Prozent).

Von

dpa

Kommentare (4)

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Shar

25.01.2013, 10:18 Uhr

Wenn es nicht so traurig wäre könnte ich mich kapput lachen und man sollte diese idiotischen Politiker allesamt in die Nervenklinik einweisen.
Heute wird von Einsparungen im Whretat berichtet und zur gleichen Zeit über die Anschaffung von Kampfdrohnen - das ist schon zum lachen.
Aber was schlimm ist, ist der Umsatand, dass unsere Politiker egal ob CDU CSU Grüne SPD (die haben ja unsere Jungs nach Afgahnistan geschickt) auch gerne militärisch in der Welt mitspielen wollen - das passt nicht mit Sparen zusammen.
Es ist unverantwortlich unsere Soldaten mit schlechter Ausrüstung überalterten Gerät und mangelnden Schutz in Kriesengebite zu schicken!!!
Also entweder sparen und dann auch keine Auslandseinsätze und den "Verbündeten" sagen - sorry unsere Armee ist nicht in der Lage und zu schlecht ausgerüstet
oder halt für eine gut ausgerüstete und schlagkräftige Armee auch die Mittel zur Verfügung stellen (aus meiner Sicht immer noch besser als dmit Geldern in Griechenland, Irland, Spanien, etc. alles zu versenken - sieht man eh nie wieder und der Steuerzahler zahlt am Ende wieder)

Account gelöscht!

25.01.2013, 12:44 Uhr

Die Lobbyisten der Rüstungsindustrie werden Einsparungen zu verhindern wissen.

Account gelöscht!

25.01.2013, 13:05 Uhr

Vielleicht vergleichen wir mal Etat und Fähigkeiten zwischen Bundeswehr und der israelischen Armee.
Die hat nur das halbe Geld und kassiert die BW wahrscheinlich zum Frühstück. (Da sind die US und BRD Geschenke schon drin)

Irgend etwas läuft bei uns falsch.
Aber das tut es ja auch in vielen anderen sehr bürokratisch verwalteten statt zielorientiert gestalteten Bereichen.
Die Form ist wichtiger als der Inhalt.
Dieses Land wird vorschriftsmäßig vor die Wand gefahren!

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