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12.07.2014

04:27 Uhr

Medienberichte

Zusammenhang zwischen beiden Spitzelfällen vermutet

Offenbar gibt es einen Link zwischen den beiden Spionagefällen im Verteidigungsministerium und beim BND. Eine Anfrage zum Mitarbeiter des Wehrressorts sei ausgerechnet beim anderen Spitzel gelandet, berichten Medien.

Zwischen den unter Spionage-Verdacht stehenden Mitarbeitern von BND und Verteidigungsministerium, gibt es offenbar eine Verbindung. dpa

Zwischen den unter Spionage-Verdacht stehenden Mitarbeitern von BND und Verteidigungsministerium, gibt es offenbar eine Verbindung.

Berlin/WashingtonZwischen den Spionageverdachtsfällen im Bundesverteidigungsministerium und beim Bundesnachrichtendienst (BND) gibt es neuen Medienberichten zufolge einen Zusammenhang. Eine Anfrage des Verfassungsschutzes zum betroffenen Mitarbeiter des Ministeriums in Berlin sei ausgerechnet beim BND-Mann im bayerischen Pullach gelandet, der später wegen Spionage festgenommen wurde, berichteten die „Süddeutsche Zeitung“ sowie der Norddeutsche und der Westdeutsche Rundfunk am Freitag. Weitere Einzelheiten zu den Umständen wurden nicht genannt.

Der Verfassungsschutz hatte dem Bericht zufolge den Verdacht, dass der Ministeriumsmitarbeiter für Russland spionieren könnte. Dies habe sich aber offenbar später als falsch erwiesen. Der Mann, der beim BND in der Poststelle arbeitete, habe jedoch die Anfrage dem russischen Generalkonsulat in München geschickt - mutmaßlich um zu zeigen, welches Geheimmaterial er beschaffen könne.

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Beide Männer stehen im Verdacht, für die USA spioniert zu haben. Nach Bekanntwerden der Fälle reagierte die Bundesregierung am Donnerstag und forderte den Geheimdienstvertreter an der US-Botschaft in Berlin auf, das Land zu verlassen. Regierungssprecher Steffen Seibert rechnete am Freitag damit, dass er der Aufforderung nachkommen werde.

USA: Ministeriumsmitarbeiter war kein Spion

US-Regierungskreise widersprachen dem Spionagevorwurf. Der Ministeriumsmitarbeiter sei nicht in Kontakt mit dem US-Geheimdienst gestanden. Vielmehr habe er Kontakt zum US-Außenministerium gehabt, sagten US-Regierungsvertreter, die den Fall im Detail kennen, am Freitagabend zu Reuters.

Das werfe die Frage auf, ob es sich überhaupt um Spionage handele, sagten die Insider. Die US-Regierung glaube, dass es sich eher um eine Freundschaft zwischen dem Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums und seinem Kontakt auf US-Seite handele. Das US-Außenministerium wollte sich zu den Aussagen nicht äußern.

Generalbundesanwalt Harald Range hatte nach der Durchsuchung der Wohn- und Büroräume des Mannes keinen dringenden Tatverdacht. Anders als bei einem in der vergangenen Woche enttarnten mutmaßlichen Doppelagenten des Bundesnachrichtendienstes (BND) gebe es bislang keine Grundlage für einen Haftbefehl.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

14.07.2014, 18:10 Uhr

"Eine Anfrage zum Mitarbeiter des Wehrressorts sei ausgerechnet beim anderen Spitzel gelandet, berichten Medien."

Was soll der Leser dabei denken? Statistiker könnten wahrscheinlich die Frage beantworten.

Sie würden wahrscheinlich in dieser Art antworten:
Die Wahrscheinlichkeit steigt mit der Anzahl der Spione in den Behörden.

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