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07.02.2014

17:04 Uhr

Medienschelte wegen Sotschi

Dem Altkanzler sind die Berichte zu negativ

„Die Berichterstattung, speziell bei uns, ist reichlich unfair“, findet Altkanzler Schröder und wünscht sich mehr Wohlwollen für die Olympischen Spiele in Sotschi. Er gilt als guter Freund von Wladimir Putin.

Gerhard Schröder im Gespräch mit IOC-Präsident Thomas Bach: Der Altkanzler freut sich auf „gute Spiele“. ap

Gerhard Schröder im Gespräch mit IOC-Präsident Thomas Bach: Der Altkanzler freut sich auf „gute Spiele“.

SotschiDer frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die deutsche Berichterstattung über die Olympischen Winterspiele im südrussischen Sotschi als einseitig und voreingenommen kritisiert. „Die Berichterstattung, speziell bei uns, ist reichlich unfair“, sagte Schröder am Freitag dem Sport-Informations-Dienst (sid). „Das ist ideologisch geprägt und nur sehr selten unvoreingenommen. Da sollten einige, die so berichten, mal neu nachdenken.“

Im Vorfeld der am Freitag beginnenden Olympischen Winterspiele hatte es Kritik an der Behandlung der Arbeiter auf den Olympia-Baustellen, den Auswirkungen der Großprojekte auf die Umwelt und den hohen Kosten des Sportereignisses gegeben. Darüber hinaus steht die russische Führung um Präsident Wladimir Putin wegen eines Gesetzes, das die Propagierung von Homosexualität gegenüber Minderjährigen unter Strafe stellt, seit Monaten in der Kritik.

Schröder, der bereits während seiner Amtszeit gute Beziehungen mit Putin unterhielt und seit seinem Ausscheiden als Bundeskanzler für den russischen Energiekonzern Gazprom arbeitet, lobte Russland als Ausrichter der Spiele der Spiele: „Ich war gelegentlich in der Bauphase hier und immer davon überzeugt, dass Russland es schaffen und würdige und gute Spiele organisieren wird“, sagte der 69-Jährige dem sid. Nun gebe es auch noch Schnee. „Es ist eine tolle Situation, sie haben es hinbekommen und ich finde, es herrscht eine wunderbare Stimmung.“

Von

afp

Kommentare (12)

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Mazi

07.02.2014, 17:11 Uhr

Wie konnte es der Mann schaffen, in die Presse zu kommen?

PeterKock

07.02.2014, 17:20 Uhr

Weil er ihm ein guter Freund ist , sicher auch durch Gazprom - nennt er ihn einen lupenreinen Demokraten ! Der hat ein gutes Beurteilungsvermögender Gazprom-Gerd.

Account gelöscht!

07.02.2014, 17:25 Uhr

Sport im Würgegriff von Politik und Propaganda.

Sport für den Sozialismus. Man dachte eigentlich, dass das 1989 endete.

Jetzt geht diese ganze Show wieder los, man kann dieses ganze Gewäsch nicht mehr sehen !!! Wie die "Wochenschau" so überdreht euphorisch und ideologisch gedrillt wird Sport glorifiziert um eine Scheinbegeisterung zu erzeugen für die Medien.

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