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22.09.2016

01:44 Uhr

Medikamentenplan

Kassenärzte bekommen mehr Geld

Über eine Milliarde mehr Euro sollen im kommenden Jahr in die Taschen der Kassenärzte fließen. Darauf einigten sich die Spitzenverbände. Hintergrund ist mehr Sicherheit für die Patienten durch einen Medikamentenplan.

Ein junger Patient bei seinem Hausarzt. dpa

Mehr Geld für Kassenärzte

Ein junger Patient bei seinem Hausarzt.

BerlinDie niedergelassenen Ärzte bekommen im nächsten Jahr rund eine Milliarde Euro mehr an Honoraren. Darauf verständigten sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Mittwoch in Berlin. KBV-Chef Andreas Gassen und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, erklärten, mit der Einigung sei unter anderem für die Einführung des neuen Medikationsplans die entscheidende Grundlage gelegt worden.

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Die Verbände halten das Ideal von der eigenen Praxis hoch. Doch jeder dritte Hausarzt ist über 60. Und junge Mediziner zieht es nicht in die Selbstständigkeit. Erst recht nicht auf dem Land. Neue Modelle sind gefragt.

Hintergrund des Planes ist, dass Patienten künftig mehr Sicherheit im Umgang mit ihren Arzneimitteln bekommen sollen. Um Komplikationen durch unerwünschte Neben- oder Wechselwirkungen zu vermeiden, hat jeder Versicherte, der drei oder mehr Arzneimittel nehmen muss, künftig Anspruch auf einen Medikationsplan durch einen Arzt. Von Oktober an werde der Medikationsplan zunächst noch auf Papier erstellt. Von 2018 an soll er dann elektronisch von der Gesundheitskarte abrufbar sein.

Nach der Honorar-Einigung auf Bundesebene werden nun in den kommenden Wochen Verhandlungen auf regionaler Ebene zwischen den 17 Kassenärztlichen Vereinigungen und den Vertretern der Krankenkassen geführt.

Von

dpa

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