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02.09.2014

18:40 Uhr

Medizinische Behandlung

Verletzte ukrainische Soldaten in Deutschland

20 verletzte Soldaten aus der Ukraine werden in deutschen Krankenhäusern behandelt. Eine Bundeswehr-Maschine hat die Männer am Dienstag aus Kiew ausgeflogen. Sie waren bei Kämpfen gegen die Separatisten verletzt worden.

Eine Maschine der Bundeswehr hatte die Verletzten in Kiew abgeholt. dpa

Eine Maschine der Bundeswehr hatte die Verletzten in Kiew abgeholt.

BerlinDie Bundeswehr hat 20 verwundete Soldaten aus der Ukraine nach Deutschland ausgeflogen. Sie sollen in Bundeswehrkrankenhäusern in Hamburg, Koblenz, Berlin und Ulm behandelt werden.

Die ukrainischen Soldaten waren bei den Kämpfen gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes verletzt worden. Die Bundeswehr-Maschine vom Typ Airbus A310 Medevac landete am Dienstag auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Sie war am Morgen von Köln aus nach Kiew gestartet, um die Soldaten abzuholen.

Streitpunkte im Ukraine-Konflikt

Kämpfe im Donbass

Fast täglich berichten Militär und prorussische Separatisten von zahlreichen Toten. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen verloren in dem Konflikt mehr als 2000 Menschen ihr Leben.

Humanitäre Krise

Hunderttausenden Menschen in der Ostukraine fehlt seit Wochen das Nötigste. Moskau schickte in einem umstrittenen Konvoi gut 2000 Tonnen Hilfsgüter. Auch die Ukraine entsandte daraufhin Hilfe ins Krisengebiet.

Hilfskonvois

Moskaus einseitig durchgeboxte Hilfsaktion ohne Zustimmung Kiews löste massive internationale Kritik aus. Die Ukraine brandmarkte die Einfahrt des Konvois als „Invasion“. Am Montag kündigte die Führung in Moskau einen zweiten Hilfskonvoi an.

Militär

Russland hat Zehntausende Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen. Kiew verdächtigt Russland, die Separatisten heimlich mit Waffen und Kämpfern auszustatten. Russland weist dies zurück und kritisiert die Stationierung von Nato-Einheiten in Osteuropa.

Gasstreit

Wegen unbezahlter Rechnungen hat Russland der Ukraine im Juni das Gas abgedreht. Kiew droht Moskau mit einer Unterbrechung des Öl- und Gastransits nach Westeuropa.

Freihandelsabkommen

Russland sieht in einem Freihandelsabkommen der Ukraine und der EU eine Gefährdung seines eigenen Handels. Der Kreml will dies nun von russischen und ukrainischen Experten prüfen lassen.

Krim

Nachdem prorussische Bewaffnete auf der Krim strategisch wichtige Gebäude besetzt hatten, spaltete sich die Halbinsel im März in einem umstrittenen Referendum von der Ukraine ab. Moskau gliederte die Krim in die Russische Föderation ein; Kiew erkennt dies nicht an.

Nach Angaben des Sanitätsdienstes werden fünf ukrainische Soldaten mit Bauch- und Schussverletzungen im Bundeswehrkrankenhaus Berlin behandelt. Sechs Patienten sollen in Hamburg versorgt werden. Für fünf Soldaten geht es weiter nach Köln und von dort nach Koblenz. Die restlichen vier Patienten werden via Stuttgart ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm gebracht.

Die Behandlung geht auf eine Anfrage des ukrainischen Vertreters bei der Nato zurück. Kanzlerin Angela Merkel hatte bei ihrem Besuch in Kiew Ende August angekündigt, dass 20 ukrainische Soldaten in Deutschland medizinisch versorgt werden könnten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

03.09.2014, 13:24 Uhr

Wieso wieder nach Deutschland? Warum sorgen nicht die Länder für entsprechende Versorgung der Verletzten, Kranken? Soll Deutschland, so unsere Politiker, Mit Menschen Geld verdienen???

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