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29.06.2013

13:01 Uhr

Medizinischer Neuerungen

Krankenkassen fordern strenge Kontrollen

Angesichts von Risiken für Patienten fordern die deutschen Krankenkassen gründliche Überprüfungen sämtlicher neuer Behandlungsmethoden vor einer breiten Anwendung. Auf der Wunschliste stehen noch mehr Forderungen.

Viele Medikamente helfen - bei anderen steht der erwiesene Nutzen im Zweifel. dpa

Viele Medikamente helfen - bei anderen steht der erwiesene Nutzen im Zweifel.

Berlin„Medizinische Innovationen müssen in Zukunft den patientenrelevanten Nutzen vor ihrer flächendeckenden Einführung belegen“, heißt es in einem Positionspapier des Kassen-Spitzenverbandes, über das die Deutsche Presse-Agentur und auch der „Focus“ berichten.

Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, über deren Nutzen und Schaden nicht genug bekannt sei, dürften zunächst nur noch in klinischen Studien verwendet werden. Hintergrund ist, dass neue Therapien immer wieder Zweifel hervorrufen, obwohl sie bereits vielfach angewendet werden. Das betraf jüngst zum Beispiel bestimmte Gelenkprothesen, Herzklappen-Prothesen oder Ballonkatheter.

Bereits heute werden neue Arzneimittel auf ihren Mehrwert hin geprüft. Schon dieses Verfahren sorgte für erheblichen Unmut der Industrie. Nun fordern die Kassen eine konsequente Bewertung des Nutzens generell bei neuer Diagnostik und neuen Therapien – auch im Verhältnis zu den Kosten.

Außerdem fordern die Versicherungen, die Patienten, aber auch Kassen und Ärzte, sollten weit mehr Angaben über die Qualität in Arztpraxen und Kliniken – über Erfolge und Mängel – nachlesen können.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Observer

29.06.2013, 16:12 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

30.06.2013, 21:42 Uhr

Und warum bezahlen die Krankenkassen bereitwillig jeden unbewiesenen Huschifuschi wie Akupunktur, Homöopathie und Antroposophie? Mussten diese "Verfahren" jemals unter Beweis stellen? Haben sie je ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt? Nein.

Hier wird von den Kassen ungerechtfertigt mit zweierlei Maß gemessen.

Handeln2013

01.07.2013, 08:39 Uhr

An diese Forderungen sollte sich die PKV auch halten. Denn gerade dort werden unnötigerweise die Kosten, somit auch die Beiträge der versicherten hochgedreht. Im übrigen kann man keinem PKV Versicherten verkaufen, dass ein Arzt für gleiche Leistungen wie ein GKV Versicherter ein mehrfaches Honorar erhält. In Zeiten in denen viele PKV Versicherte in finanzielle Schwierigkeiten durch zu hohe PKV Beiträge kommen, kann man als PKV Versicherer nicht der Wohltäter und Geldbeschaffer für Ärzte sein!!!! Dieses PKV System darf nicht zum Zwang für Versicherte bleiben. Kann mir einer erklären, warum man mehr bezahlen soll, für leistungen ohne Mehrwert. Deshalb PKV nur für Zusatzleistungen. Nirgendwo gibt es solch ein Versicherungssystem, welches ohne Grund zwanghaft beibehalten wird.

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