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15.02.2012

15:23 Uhr

Mehr Aufklärung

Regierung verstärkt den Kampf gegen die Sucht

Tabak und Alkohol bringen jedes Jahr vielen Menschen in Deutschland den Tod. Auch Online- und Spielsucht nehmen zu. Nun hat die Regierung eine neue Strategie verabschiedet - mit dem Schwerpunkt auf Aufklärung.

Zuletzt nahm das Rauschtrinken bei jungen Erwachsenen wieder zu. dpa

Zuletzt nahm das Rauschtrinken bei jungen Erwachsenen wieder zu.

BerlinAlkohol, Zigaretten und andere Drogen halten weiter Millionen Menschen in Deutschland im Griff - die Bundesregierung will nun Aufklärung und Beratung im Kampf gegen Sucht verstärken. Dafür gab das Bundeskabinett am Mittwoch nach langer Vorbereitung einer Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik grünes Licht, die einen Aktionsplan von 2003 ersetzt.

„Es ist unser Ziel, dass Suchterkrankungen möglichst gar nicht erst entstehen“, sagte die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) in Berlin. „Daher ist es wichtig, besonders Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene frühzeitig mit präventiven Maßnahmen zu erreichen, vor allem in der Schule und in der Ausbildungsstätte.“ Dyckmans sagte, auch Mischkonsum, Onlinesucht und neue Substanzen sollten angegangen werden. Auch Erwachsene sollten mit Vorbeugung erreicht werden, etwa in Betrieben und im Krankenhaus. Prävention soll sich genauer auf Risikogruppen ausrichten.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans. dpa

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans.

Die Drogenexpertin der FDP-Fraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, sagte: „Statt einen undifferenzierten Verbote- und Bevormundungsrundumschlag zu zelebrieren, setzt die Drogenbeauftragte ihre Schwerpunkte auf umfangreiche Prävention und Aufklärung.“ Konkret soll Eltern geholfen werden, mit dem Alkoholkonsum Jugendlicher umzugehen. Erst Ende Oktober war die Förderung eines Modellprojekts zur Beratung solcher Eltern durch das Bundesgesundheitsministerium ausgelaufen.

Aufklärungsprojekte der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung („Alkohol - Kenn dein Limit“) sollen ausgebaut werden. Projekte zur Alkoholprävention in Betrieben sollen verstärkt werden. In Gesundheitsberufen soll es mehr Aus- und Fortbildungsangebote zum Nichtrauchen geben. Die ärztliche Behandlung zur Tabakentwöhnung schwerkranker Raucher soll verbessert werden.

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