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22.12.2014

08:02 Uhr

Mehr Flüchtlinge, weniger Chaos

Bundesamt erwartet für 2015 mehr Asylbewerber

„Die Freiwillige Feuerwehr bauen wir ja auch nicht erst auf, wenn die Hütte schon brennt“: Das Bundesamt für Migration plant mehr Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. Denn die Anzahl der Asylbewerber soll steigen.

Bundesweit sollen in den nächsten Monaten zwölf neue Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge entstehen. dpa

Bundesweit sollen in den nächsten Monaten zwölf neue Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge entstehen.

NürnbergDie Zahl der Asylbewerber in Deutschland wird im kommenden Jahr laut einer Prognose des Bundesamtes für Migration noch einmal steigen. „Wir rechnen bisher im nächsten Jahr mit 200.000 Erstanträgen und 30.000 Folgeanträgen“, sagte der Präsident des Bundesamtes, Manfred Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur in Nürnberg. Für 2014 hatte das Amt etwa 200.000 Flüchtlinge vorausgesagt.

Zu chaotischen Zuständen in Erstaufnahmeeinrichtungen und völlig überlasteten Behörden wird es nach Ansicht Schmidts im nächsten Jahr nicht mehr kommen. Er setzt darauf, dass die neuen Maßnahmen greifen und die Lage entspannen. So sollen bundesweit in den nächsten Monaten zwölf neue Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen werden. Als erste soll im Januar die Einrichtung im bayerischen Deggendorf den Betrieb aufnehmen.

Schmidt sagte, man habe aus der Situation in diesem Jahr gelernt. Sollten wider Erwarten weniger Flüchtlinge kommen, müssten manche Erstaufnahmeeinrichtungen und Bundesamts-Außenstellen trotzdem auf Vorrat gehalten werden. „Die Freiwillige Feuerwehr bauen wir ja auch nicht erst auf, wenn die Hütte schon brennt“, sagte Schmidt. Es gebe bestimmte Kosten, die nötig seien, um nicht wieder in eine solche Situation zu kommen.

Außerdem sollen sich künftig zusätzliche Mitarbeiter um die Anträge der Asylsuchenden kümmern. Bis zum Jahresende werden in einem ersten Schwung 300 neue Angestellte die Arbeit aufnehmen. Im Laufe des nächsten Jahres kommen weitere 350 hinzu. „Sie werden im Sommer so weit sein, dass sie alleine Anhörungen durchführen können“, erklärte der Bundesamts-Chef.

Schmidt hofft, dass sich mit den zusätzlichen Mitarbeitern die Dauer der Asylverfahren reduzieren lässt. Die Bundesregierung hatte das Ziel ausgegeben, die durchschnittliche Verfahrensdauer von jetzt etwa sieben Monaten auf drei zu verkürzen.

„Wenn die Entwicklungen so eintreffen, wie wir hoffen, werden wir Mitte des Jahres bei unter sieben Monaten sein“, sagte Schmidt. „Am Ende der Legislaturperiode auf drei Monate zu kommen, das wäre gut.“ Derzeit liegen bei der Behörde jedoch noch 163.000 offene Verfahren. 15.000 davon sind älter als zwei Jahre.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Herr Woifi Fischer

22.12.2014, 08:21 Uhr

Flüchtlingspolitik Mehr Asylbewerbern in 2015 erwartet?

Die BRD hat keine weiteren Flüchtlinge für 2015 aufzunehmen, ich erwarte ein STOB bei der Aufnahme.

Flüchtlinge (wirkliche) haben nur solange ein aufenthaltsrecht, bis es in ihren Herkunftsländern wider Friedlich geworden ist.
Ein ständiges bleibe recht ist nur dann zu erteilen, wenn man ihre Berufe in der BRD benötigt, andernfalls müssen sie zurück.
Es muß ein Einwanderungsgesetz geschaffen werden, wie es Kanada, die USA und andere haben.
Wer in der BRD wohnen will, hat einen Arbeitsplatz, Wohnung und darf die ersten zwei Jahre keine Sozialleistungen vom deutschen Staat verlangen.
Wenn Unternehmen Zuwandrer einstellen, haben sie für diese Menschen zu sorgen, nur so wird ein Schuh daraus.
Ohne Einwanderungsgesetz, keine Einwanderung mehr.
Alternativlos.

Herr wulff baer

22.12.2014, 08:38 Uhr

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Alles wird von der Lügenpresse falsch und tendenziös dargestellt.

Frau Margrit Steer

22.12.2014, 09:47 Uhr

Seit es Pegida gibt und die Politik sich damit beschäftigt, ist wie auf Knopfdruck in allen Medien das Wort Asylant verschwunden. Man spricht nur och von Flüchtlingen.
D. h., wir Bürger werden erneut belogen und betrogen.
Wirkliche Kriegsflüchtlinge können selbstverständlich kommen, aber es muß endlich Schluss sein mit den vielen Asylanen die ja keine sind.
Soll erst Bürgerkrieg in Deutschland kommen?

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