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03.01.2004

17:24 Uhr

Mehr Geld für Bildung

SPD will deutsche Elite-Universität

Die Briten haben Cambridge und Oxford, berühmte Amerikaner haben in Harvard studiert. Den Deutschen dagegen fehlt eine Elite-Universität, findet die SPD.

HB BERLIN

Die Bundesregierung will die Ausgaben für Bildung und Forschung erhöhen. Der Anteil der Forschungsmittel solle von 2,5 Prozent bis zum Jahr 2010 auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen, berichtete die «Berliner Zeitung».

Außerdem solle Deutschland eine Elite-Universität nach amerikanischem Vorbild bekommen. Zumindest eine deutsche Universität solle sich als internationale Spitzenhochschule etablieren können, heißt es unter Berufung auf die Leitlinien zur Innovations- und Bildungspolitik, die im Rahmen einer SPD-Klausurtagung am Montag und Dienstag in Weimar beraten werden sollen.

Demnach sollen außerdem bei der Technologie- und Forschungspolitik Schwerpunkte geschaffen werden. Diese könnten die Entwicklung eines Internets der zweiten Generation und die Entwicklung von energiesparenden und umweltverträglichen Fahrzeugen, Antrieben und Verkehrsleitsystemen sein.

Zur Finanzierung soll teilweise auf die Erbschaftsteuer zurückgegriffen werden, deren Wiedereinführung die SPD im November beschlossen hatte.

Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte dem Magazin «Spiegel», im neuen Jahr müsse der «ernst gemeinte Versuch» unternommen werden, verloren gegangene ökonomische Spitzenpositionen wieder zu gewinnen. Er kritisierte, dass es bei der Biotechnologie zu viele Restriktionen gebe.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte dem «Spiegel», die Grünen wollten eine «werteorientierte Wachstumspolitik». Ökologie sei ein Teil davon. Der forschungspolitische Experte der Grünen, Reinhard Loske, warf Schröder vor, er habe «eine gewisse Attitüde, ökologische und ethische Fragen an den Rand zu drängen».

Auch Bundespräsident Johannes Rau plädiert für mehr Investitionen in die Bildung. Studiengebühren lehnte er jedoch ab. Dadurch würden soziale Hürden geschaffen, sagte er der «Welt am Sonntag».

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