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13.02.2017

16:14 Uhr

Mehrzweck-Kampfschiffe

Von der Leyen will zusätzliche Marine-Schiffe

Die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bestellt mehr Kampfschiffe als gedacht. Der Bedarf für die MKS 180-Schiffe, die vielseitig sind, sei da. Die Anschaffung ist eines der größten deutschen Rüstungsprojekte.

Die Mehrzweck-Schiffe, von denen die Verteidigungsministerium zwei mehr bestellt, können zu Luft, über und unter Wasser sowie zu Land Ziele bekämpfen. Reuters, Sascha Rheker

Ursula von der Leyen

Die Mehrzweck-Schiffe, von denen die Verteidigungsministerium zwei mehr bestellt, können zu Luft, über und unter Wasser sowie zu Land Ziele bekämpfen.

BerlinVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen will mehr Mehrzweck-Kampfschiffe bestellen als bisher geplant. Derzeit läuft die Ausschreibung für Entwicklung und Bau von vier dieser Schiffe, über den Kauf von zwei weiteren sogenannten MKS 180 sollte ursprünglich nicht vor 2030 entschieden werden. „Der Bedarf ist da. Jetzt hat die Ministerin entschieden, alle sechs benötigten MKS 180 zu beschaffen“, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag Medienberichte. Zu den Kosten machte er keine Angaben. Auf die laufende Ausschreibung hat die Entscheidung nach Angaben aus Ministeriumskreisen keine Auswirkungen. Die beiden zusätzlichen Schiffe dürften damit als zweites Los beschafft werden.

Entwicklung und Bau der ersten vier MKS 180 sollen knapp vier Milliarden Euro kosten. Die Auslieferung soll ab 2023 beginnen. Im Oktober war bekanntgeworden, dass sich der Abschluss des Vertrages auf Ende 2017 und damit bis in die neue Legislaturperiode hinein verzögert. Das Mehrzweck-Kampfschiff soll in der Lage sein, Ziele in der Luft sowie über und unter Wasser zu bekämpfen sowie Landeinsätze zu führen. Das MKS 180 ist neben der Beschaffung des Raketenabwehrsystems Meads eines der größten deutschen Rüstungsprojekte. Die drei verbliebenen Bieterkonsortien sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen Lürssen und TKMS, Blohm+Voss und die niederländische Damen-Werft sowie German Naval Yards und die britische BAE.

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Zudem kündigte Deutschland am Montag eine wesentlich engere Kooperation mit der norwegischen Marine an. Neben U-Booten sollten künftig auch Raketen gemeinsam entwickelt, beschafft und betrieben werden, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Die norwegische Regierung erklärte, Deutschland werde für rund eine Milliarde Euro Raketen von Norwegen kaufen. Nach deutschen Angaben soll die in dem skandinavischen Land bewährte Naval Strike Missile des Unternehmens Kongsberg unter norwegischer Führung weiterentwickelt werden. Als erstes deutsches Schiff solle das MKS 180 mit dem gemeinsamen Lenkflugkörper ausgerüstet werden. Langfristig solle er Standard auf allen deutschen und norwegischen Fregatten werden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Sven NSA Euro

13.02.2017, 17:25 Uhr

Wann wird dieser Frau das Handwerk gelegt?
Sind nun alle Parteien und Bürger für eine Aufrüstung?
Ich bin dagegen.

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