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06.12.2011

15:32 Uhr

Meinung

Wo die Liebe hinfällt

VonOliver Stock

Peer Steinbrück begeistert viele - nur leider nicht die SPD. Sigmar Gabriel erhält den längsten Applaus - nur leider nicht außerhalb der SPD. Die Partei steckt damit in ihrem alten Dilemma. Ein Kommentar.

Oliver Stock

Oliver Stock, stellvertretender Chefredakteur des Handelsblatts

Die SPD steckt in einem Dilemma, seit Willy Brandt vor 37 Jahren zurückgetreten ist. Das Dilemma lautet: Die Partei liebt stets einen anderen Spitzenmann als das Volk. Ihr Herz schlägt weiter links, als es mehrheitsfähig wäre. Das war so bei Helmut Schmidt und Herbert Wehner. Das was so bei Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine. Und das ist so bei Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel. Nur wenn die SPD den eigenen Favoriten nicht zum Kanzlerkandidaten macht, kann sie gewinnen. Und umgekehrt: Wer Kanzler auf dem Ticket der SPD werden will, muss es aushalten, innerhalb der Partei einen verdammt einsamen Job zu machen. Das ist das eigentliche Ergebnis des Parteitags der Sozialdemokraten.

Es ging am Ende nicht mehr um Frank-Walter Steinmeier, den fleißigen Parteisoldaten und Wahlverlierer von 2009, der aber seither Sympathiepunkte gewonnen hat. Und es ging auch noch nicht wirklich um Hannelore Kraft, die in der SPD-Herzkammer Nordrhein-Westfalen eine Regierung zusammengestellt hat, die zwar wackelig ist, die aber immerhin unter ihrer Führung vor sich hin arbeitet. Es ging am Ende um die Frage, ob Gabriel klar macht, dass er kein politisches Leichtgewicht ist, und ob es Steinbrück gelingen würde, die Genossen hinter sich zu scharen.

Kommentare (15)

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Account gelöscht!

06.12.2011, 16:13 Uhr

Bei der SPD haben sie damals alles getan, damit Griechenland auch noch den Euro genießen konnte. Die Suppe auslöffeln muss nun Schwarz/Gelb. Ich halte es für unfair von der SPD, nun über schwarz/gelb herzuziehen, für Sachverhalte die gerade SPD,Grüne zu verantworten haben.

Account gelöscht!

06.12.2011, 16:13 Uhr

Bei der SPD haben sie damals alles getan, damit Griechenland auch noch den Euro genießen konnte. Die Suppe auslöffeln muss nun Schwarz/Gelb. Ich halte es für unfair von der SPD, nun über schwarz/gelb herzuziehen, für Sachverhalte die gerade SPD,Grüne zu verantworten haben.

Martina

06.12.2011, 16:18 Uhr

Schröder beim Volk beliebt ???
lachtot **

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