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20.12.2011

18:46 Uhr

Menschenwürde verletzt

Geschäftsräume der NPD durchsucht

Ein Werbefilm hat in Berlin zu Durchsuchungen bei der rechtsextremen NPD geführt. Er wurde im Wahlkampf für das Abgeordnetenhaus eingesetzt und soll die Menschenwürde von Muslimen verletzen.

Rechtsextreme bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin. dapd

Rechtsextreme bei einem Neonazi-Aufmarsch in Berlin.

BerlinErmittler haben am Dienstag die Geschäftsräume der rechtsextremen NPD in Berlin durchsucht. Beweismittel wurden jedoch nicht gefunden, wie die Polizei mitteilte.

Die Ermittlungen drehen sich um einen Werbefilm, der im August im Wahlkampf für das Abgeordnetenhaus im Internet veröffentlicht worden war. Darin sei die Menschenwürde insbesondere der in Deutschland lebenden Muslime böswillig verächtlich gemacht worden, erklärte die Polizei. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Die NPD-Geschäftsstelle war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Thomas-Melber-Stuttgart

20.12.2011, 19:18 Uhr

Ich wußte gar nicht, daß sich die Polizei Dritten gegenüber (insbesondere Journalisten) zur Sache äußern darf.

Account gelöscht!

20.12.2011, 19:24 Uhr

Dann laufen Sie wohl sonst taub und blind durch die Gegend. Muß ja wohl so sein, wenn Sie diese übliche Praxis der Information nicht kennen.

marcello_de_grande

20.12.2011, 19:59 Uhr

Aha: ein Werbefilm der NPD, der die Menschenwürde der Muslime verletzt. Welche Menschenwürde meint die Staatsanwaltschaft damit? Etwa die der durch Ehrenmord getöteten Töchter und Schwestern türkischer Männer? Oder die der zum Kopftuchtragen gezwungenen Frauen? Oder die Menschenwürde der von muslimen als Ungläubige bezeichneten Nicht-Muslime? Oder vielleicht sogar die Würde des älteren Mannes, der in der münchner U-Bahn von 2 Türken fast totgeschlagen und als "scheiß Deutscher" bezeichnet wurde. Hm, schwierige Frage. Vielleicht haben sich die Moslems diesen "Werbefilm" selbst zu zuschreiben. Denn klare Worte gegen Ehrenmord oder die Sharia kommen vom Zentralrat der Muslime selten bis gar nicht.

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