Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.03.2016

13:10 Uhr

Merkel auf La Gomera

„Das ist wie Real Madrid oder die Beatles“

Eine Insel steht Kopf: Angela Merkel reist nebst Gatten zum Osterurlaub nach La Gomera. Und während die kleine Kanareninsel sich einen Popularitätsschub erhofft, sucht die Kanzlerin dort genau das Gegenteil – Ruhe.

Die Kanzlerin möchte einsam wandern, La Gomera feiert sie wie einen Popstar. AP

Auf der Suche nach Ruhe

Die Kanzlerin möchte einsam wandern, La Gomera feiert sie wie einen Popstar.

San Sebastián de la GomeraLa Gomera im Merkel-Fieber: Am Osterwochenende hielten viele der gut 20 000 Bewohner des Eilands und auch Touristen Ausschau nach der Bundeskanzlerin. Die war am Karfreitag mit ihrem Mann zum Osterurlaub auf die kleine Kanareninsel gereist.

„Das ist wertvollste Werbung für La Gomera und für die Kanaren, wichtiger als jede Teilnahme an internationalen Tourismusmessen“, meinte Inselratspräsident Casimiro Curbelo. Merkel sei als Kanzlerin zwischen 2008 und 2011 zwar schon drei Mal auf der Insel gewesen. „Die Berichterstattung der Medien war aber diesmal schon im Vorfeld so groß wie nie zuvor“, jubelte der 60-Jährige.

Juan lebt in der Hauptstadt San Sebastián, wollte aber am Sonntag mit Frau, Kindern und Schwiegermutter die gut 30 Kilometer lange Strecke zum Merkel-Hotel Jardín Tecina im Süden der Insel zurücklegen, um eventuell die Kanzlerin zu sehen. „So einen ranghohen Besuch haben wir selten hier, das ist wie Real Madrid oder die Beatles“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Telefon.

Die Regionalzeitung „La Provincia“ machte den Schaulustigen Hoffnung: Merkel, die neben La Gomera auch die italienische Insel Ischia liebt, habe im Hotel Jardín Tecina nicht die Villa, sondern eine relativ einfache Suite gebucht: „Man wird sich also nicht wundern dürfen, wenn man sie im Frühstücksraum trifft oder beim Baden im Hotel-Swimmingpool neben anderen Gästen sieht.“

Merkel landete laut Medienberichten am Freitag in Teneriffa auf dem Flughafen Reina Sofía und erreichte ihr eigentliches Urlaubsziel am Abend per Fähre. Begleitet werde sie von Ehemann Joachim Sauer und zwölf deutschen Bodyguards, hieß es weiter. Auch 15 Angehörige der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil sollen demnach für die Sicherheit der 61-Jährigen sorgen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×