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22.07.2013

18:50 Uhr

Merkel auf Stimmenfang

Die Wellenreiterin

In ihrem Wahlkreis an der Ostsee erlebt die Bundeskanzlerin zwischen Sonne und Sandstrand eine heile Welt. Doch der Gegenwind im Wahlkampf könnte für Angela Merkel durch die US-Ausspähaffäre noch rau werden.

Merkel auf Wahlkampftour: Alleine am Montag wird die Kanzlerin zu drei Veranstaltungen in ihrem Wahlkreis erwartet. dpa

Merkel auf Wahlkampftour: Alleine am Montag wird die Kanzlerin zu drei Veranstaltungen in ihrem Wahlkreis erwartet.

HeringsdorfDie See ist ruhig, die Wellen schlagen woanders hoch. Nicht hier im Seebad Heringsdorf, wo die Menschen zum Strand strömen. „Die Kanzlerin kommt“, steht auf den Plakaten der CDU, deren Programm im Wahlkampf für die Bundestagswahl am 22. September im Grunde genommen in zwei Worte zusammengefasst werden kann: Angela Merkel. Aber die vielen Urlauber auf Usedom gehen an diesem Montag erst einmal an die Sonne, zum Meer. Der strahlende Sommertag hat 27 Grad. Gebräunt und erholt können sie dann am Abend die Regierungschefin in der Strandmuschel einmal aus der Nähe erleben – wenn sie nicht zu erschöpft sind vom erholsamen Nichtstun.

Genau das hatte die CDU-Vorsitzende zum Auftakt ihrer Wahlkampftour an Nord- und Ostsee Urlaubern am vorigen Freitag empfohlen: „Lesen Sie mal ein Buch, oder machen Sie mal einfach gar nichts. Ist ja auch mal schön.“

Und wann erholt sich eine Bundeskanzlerin? Antwort Merkel: „Bei der Arbeit.“ Das sei jedenfalls der sicherste Weg für eine Regierungschefin, hatte sie während einer großen Pressekonferenz mit dem Schwerpunkt US-Ausspähaffäre in Berlin vor ihrer Bädertour zum Besten gegeben. Dass die Berichte vom Wochenende, wonach Bundesnachrichtendienst (BND) und Verfassungsschutz enger als bisher bekannt mit dem US-Geheimdienst NSA zusammengearbeitet haben, der Erholung der Kanzlerin dienen, darf aber bezweifelt werden.

Bisher reitet Merkel auf dieser politisch gefährlichen Welle ohne Anzeichen, dass sie über ihr persönlich zusammenschlagen wird. Sie sagt, sie habe von der ganzen Ausspäherei der Amerikaner, die monatlich millionenfach Daten aus Deutschland überwachten, nichts gewusst. In Zingst auf der Halbinsel Darß ist die Kanzlerin schon am Montagnachmittag. Sie spricht viel über Europa und sagt nichts zu der US-Ausspähaffäre.

Ihr Bekenntnis zur Unkenntnis könnte Merkel aber noch in Bedrängnis bringen. Denn der „Spiegel“ schreibt, der BND habe sich für eine laxere Auslegung deutscher Datenschutzgesetze eingesetzt, um Datenaustausch zu erleichtern.

Kommentare (6)

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Vicario

22.07.2013, 19:57 Uhr

Zitat : Merkel hinterlässt in der Ausspäh-Affäre keinen guten Eindruck

- und wo hat dien Zonenwachtel einen guten Eindruck hinterlassen in den 8 Jahren ?


Nirgends !


Murks rundherum !

Gast

22.07.2013, 19:57 Uhr

Wenn Steinbrück im September beim Fernsehduell uch nur einigermaßen gut drauf ist, dann zieht er ihr den Hosenanzug komplett über die Ohren.
Dabei ist der auch nur zweite Wahl.

Vicario

22.07.2013, 20:24 Uhr

@ Gast

Zitat : Wenn Steinbrück im September beim Fernsehduell uch nur einigermaßen gut drauf ist

- der P€€r kann mit Weibern nicht umgehen.....hier hat er angeborene Komplexe.....deswegen wählen sie ihn auch nicht !

Und die machen mehr als 50 % der Wähler aus......wie blöd ist denn diese Roten-Socken-SPD, um so eine Niete aufzustellen ?

Unbegreiflich, welche Marketing-Idioten die wieder bezahlt haben...??!!!

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