Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2012

15:18 Uhr

Merkels Programm

Die fiskalpolitischen Probleme kommen durch die Hintertür

Eine Fortsetzung der Merkel-Kanzlerschaft wirkt aus Sicht von Unternehmern im Vergleich zu Steinbrück als das kleinere Übel. Doch viele negative Auswirkungen der aktuellen Politik werden erst mit der Zeit spürbar.

Auf den ersten Blick erscheint eine Fortsetzung der Merkel-Regierung aus Unternehmersicht als kleineres Übel. dpa

Auf den ersten Blick erscheint eine Fortsetzung der Merkel-Regierung aus Unternehmersicht als kleineres Übel.

BerlinMit ihrer Entscheidung, möglichst bis 2022 ein Ende der Kernkraftnutzung in Deutschland zu erreichen, hat Kanzlerin Merkel für die nächste Legislaturperiode eine klare Richtung vorgegeben: Die Stromversorgung wird Jahr für Jahr teurer.

Was das bedeutet, wurde erst kürzlich klar, als die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien für 2013 bekanntgegeben wurde. Sie steigt um 47 Prozent von derzeit 3,592 Cent auf 5,277 Cent je Kilowattstunde Strom. Für den durchschnittlichen Privathaushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr heißt das: Inklusive Mehrwertsteuer zahlt er künftig 220 Euro statt 150 Euro für die Förderung der Erneuerbaren.

Doch das ist nur ein Teil der Rechnung. Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) geht davon aus, dass die im Strompreis enthaltenen Netzentgelte um einen Cent je Kilowattstunde steigen, weil die Energiewende massive Investitionen in die Netze erforderlich macht. Der Wert scheint eher vorsichtig geschätzt.

Hinzu kommt eine neue Umlage für den Bau der Leitungen zu Offshore-Windkraftanlagen. Die Kosten für die Modernisierung und den Neubau konventioneller Kraftwerke werden sich laut Dena mit weiteren 1,5 Cent je Kilowattstunde Strom niederschlagen.

McKinsey hat in einem Gutachten den Summenstrich gezogen: Bis 2020 werden die Kosten der Energiewende für Unternehmen und Privathaushalte von heute jährlich 13,5 Milliarden Euro um rund 60 Prozent auf dann 21,5 Milliarden Euro steigen. Kritiker sagen allerdings, der Wert sei eher zu knapp bemessen.

Merkel versus Steinbrück: Welcher Kanzler kostet mehr?

Merkel versus Steinbrück

Welcher Kanzler kostet mehr?

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück macht keinen Hehl daraus, dass er Steuern erhöhen will. Amtsinhaberin Merkel hält sich bedeckt. Doch auch die CDU macht teure Versprechen. Welche Folgen die Wahl für Ihr Portemonnaie hat.

Unberücksichtigt bleibt in solchen Berechnungen ein Kostenfaktor, dessen Höhe nur schwer kalkulierbar ist: Mit der Energiewende hat sich die Verlässlichkeit der Stromversorgung reduziert. Im Februar beispielsweise war eine sichere Stromversorgung nur noch mit Mühe aufrechtzuerhalten. Sollte es zu einem Blackout kommen, würden sich die Schäden für die Wirtschaft leicht auf hohe Milliardenbeträge addieren.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Gerda

30.10.2012, 16:02 Uhr

wenn man sich das duchliest,muss man sich FRAGEN mit was für unverantwortlichen Politikern aller Cöeur haben wir es da zu tun.Der Bürger ist wesentlich verantwortlicher,das Beweisen alle Erhebungen/Befragungen,nur die Politik wischt wie Frau Merkel alles vom Tisch.Wann wachen unsere Bürger endlich auf und zeigen der Politik die ROTE Karte.
Die Regierung,auch unter den Sozialdemokraten wird NIe dazu kommen einen ausgeglichenen Haushalt hinzukriegen,noch viel weniger,Schulden zu reduzieren.
Die Politik verteilt Geschenke die Sie nicht hat,wozu Sie nicht Legimitiert ist.Sparen was ist das!!!Für die Zukunft müssten wir von unabhängigen Technokraten regiert werden.Denen allerdings ein Parlament auf die Finger schau und Haut,falls nötig.Endlich ein komplett neues Steuer und Sozialsystem,das tut NOT.Keine Gefällligkeiten mehr irgendwelcher Art.auch nicht an die Hotelbranche!
Wir sind hier auf dem besten Wege es wie die Südländer zu machen.Erst mal in die eigenen Taschen und die der " Freunde ".

nobum

30.10.2012, 17:14 Uhr

2014 werden wir in der BRD eine Staatsverschuldung von über 100% des BIPs haben.
Diese staatsbedrohende Verschuldung (siehe GR, It etc.) kommt auf uns zu, weil die Ausgaben weiter gnadenlos vorangetrieben werden (siehe oben). Außerdem fällt wegen der kommenden Konjunkturdelle das BIP. Dazu kommen noch Konjunkturstimuli, damit die Konjunkturdelle nicht so heftig ausfallen wird.

Account gelöscht!

30.10.2012, 17:38 Uhr

Für Unternehmer des Mittelstands sind die Steuern nichts anderes als "Schutzgeldzahlungen" an die Finanzmafia, welche in Deutschland zweirädrig unterwegs verzweifelt versucht, dieses System mittels Aushebelung des GG zu retten.

Würde der Staat, das Volk, wie es ihm eigentlich zustände, sein Geld selber aus der Luft schöpfen, und dieses ungerechtfertigte Monopol nicht den Privatbanken überlassen, hätte der Staat keine Schulden.

Unser Geldsystem ist darauf ausgerichtet, die Menschen zugunsten der Eliten zu versklaven. Mit dem ESM wurde dieses Versklavungssystem von der BRD auf EU Ebene gehoben.

Der Euro ist das Instrument dazu. Europa wird gerade in eine Bankendiktatur transferiert.

Die Politiker fürchten den Zusammenbruch des jetzigen Geldsystems wie der Teufel das Weihwasser. Aus gutem Grund. Ist nämlich erst mal das Geldschöpfungsmonopol von den Privatbanken zum Staat gewandert, bräuchten wir alle keine Steuern mehr zu bezahlen.

Diese Umstellung auf ein anderes Geldsystem wäre für die Menschheit so enorm wichtig, bedeutet es doch eine Abkehr von Willkürherrschaft, Machtmissbrauch und sinnloser Kriege.
Wir könnten dann nämlich mit unserem Geld eine wirklich lebenswerte Welt erschaffen.

Über diese Tatsache traut sich niemand sprechen, schon gar nicht, wenn er ein von Banken abhängiger Politiker ist. Unsere Ökonomen sind damit völlig überfordert. Investoren und Anleger wollen sich weiterhin dem Hütchenspielen hingeben.

Die Medien, die darüber schweigen, degradieren sich damit zu Lohnschreibern und Pressehuren. Nicht umsonst sind Liz Mohn und Luise Springer die Duzfreunde von Angela Merkel.


Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×