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17.02.2012

12:44 Uhr

Merkels Rücktrittreaktion

Wulff stellt seine Überzeugung hinter das Amt

Knapp zwei Minuten hat die Erklärung von Angela Merkel zum Rücktritt des Bundespräsidenten gedauert. Persönlich habe sie den Schritt Wulffs „mit tiefem Bedauern“ aufgenommen. Politisch schaut die Kanzlerin nach vorn.

Äußerte persönliches Bedauern nach Christian Wulffs Rücktritt: Angela Merkel. dapd

Äußerte persönliches Bedauern nach Christian Wulffs Rücktritt: Angela Merkel.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat am Freitag in Berlin mit Bedauern auf den Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff reagiert. Sie kündigte in ihrer zweiminütigen Erklärung zudem parteiübergreifende Gespräche für die Nachfolgesuche an. Die Nachrichtenagentur dapd dokumentiert die Rede im Wortlaut.

„Meine Damen und Herren, ich habe die Erklärung des Bundespräsidenten mit größtem Respekt und ganz persönlich auch mit tiefem Bedauern zur Kenntnis genommen.

Christian Wulff hat sich in seiner Amtszeit voller Energie für ein modernes, offenes Deutschland eingesetzt. Er hat uns wichtige Impulse gegeben und deutlich gemacht, dass die Stärke dieses Landes in seiner Vielfalt liegt. Diese Anliegen werden mit seinem Namen verbunden bleiben. Er und seine Frau Bettina haben dieses Land, die Bundesrepublik Deutschland, im In- und Ausland würdig vertreten. Ich danke beiden dafür und ich bin überzeugt, dafür gebührt ihnen unser aller Dank.

Der Bundespräsident hat davon gesprochen, dass es ihm nicht mehr möglich sei, sein Amt auszuüben. Tatsächlich ist es eine Stärke unseres Rechtsstaats, dass er jeden gleich behandelt, welche Stellung auch immer er einnimmt. Mit seinem Rücktritt stellt Bundespräsident Wulff nun seine Überzeugung, rechtlich korrekt gehandelt zu haben, hinter das Amt zurück, hinter den Dienst an den Menschen in unserem Land. Ich zolle dieser Haltung ausdrücklich meinen Respekt.

Und in diesem Geiste werden die Parteien, die die Bundesregierung tragen, werden CDU und CSU und FDP sich nun beraten, und anschließend unmittelbar auf die Sozialdemokraten und Bündnis90/Die Grünen zugehen. Wir wollen Gespräche führen mit dem Ziel, in dieser Situation einen gemeinsamen Kandidaten für die Wahl des nächsten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland vorschlagen zu können.

Ich danke Ihnen.“

Von

dapd

Kommentare (5)

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pro-D

17.02.2012, 13:02 Uhr

Na bitte, geht doch -

ESM kann kommen,
Sieg auf der ganzen Breite,
die Notenbanken unserer Siegermächte haben wieder einen weiteren Sieg davon gertragen. Und das geBILDete Volk hat brav geholfen.

Racoczy

17.02.2012, 13:07 Uhr

Da stellt sich unsere Teflon-Obermutti hin und labert scheinheilige Sülze von Anerkennung und Respekt. Unerträglich. Es ist doch vor allem auch IHRE Schlappe, SIE hat doch diese Niete gezogen und wider besseres Wissen (und bessere Alternativen) aus purer kleingeistiger macht- und parteipolitischer Taktiererei ins Amt gehievt. Ausserdem: Ich bezweifle, dass dieser Sparfuchs Wulff einen Rest von Skrupel hat und auf seinen "Ehrensold" freiwillig verzichten wird. Das wäre, mal so angemerkelt, eigentlich "alternativlos"- wäre aber doch wohl "nicht mehr und nicht weniger als eine Revolution".

Account gelöscht!

17.02.2012, 13:47 Uhr

Was labert diese Trulla Merkel denn da?
Ist die schon dement?
Was hat Wulff denn vorzuweisen?
Mit diesem Kurzzeit-Präsidenten wrden bleiben seine meiser Caharakter und seine deutschfeindlichen Ansprachen

Es wurde höchte Zeit, dass er endlich zurücktritt, ich hatte nicht mehr daran geglaubt

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