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27.01.2014

12:29 Uhr

Metall- und Elektroindustrie

IG Metall fordert 30-Stunden-Woche für Familien

Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Leben werde immer wichtiger, sagt Jörg Hofmann von der IG Metall. Daher will die Gewerkschaft bald Verhandlungen für individuelle Arbeitszeitmodelle führen.

Es gehe nicht um eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung, erläuterte Jörg Hofmann. dpa

Es gehe nicht um eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung, erläuterte Jörg Hofmann.

Frankfurt/BerlinDie IG Metall will in der kommenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie voraussichtlich über individuelle Arbeitszeitmodelle verhandeln. „Für unsere Kollegen wird das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Leben immer wichtiger“, sagte der zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, der Tageszeitung „Welt“ (Montag). Bei der Beschäftigtenbefragung 2013 sei auffallend häufig der Wunsch nach leicht abgesenkten Arbeitszeiten von 30 Stunden in der Woche geäußert worden, nach „reduzierter Vollzeit“. Es müsse möglich sein, die Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren, etwa zur Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder zur Weiterbildung.

Welche Rechte habe ich als EU-Bürger, wenn ich in ein anderes EU-Land ziehe?

Die ersten drei Monate

Alle EU-Bürger haben durch die Verträge das Recht auf Freizügigkeit. Dazu gehört auch das Recht, in einem anderen Mitgliedstaat Arbeit zu suchen. In den ersten drei Monaten darf sich jeder EU-Bürger ohne Vorbedingungen in einem anderen EU-Land aufhalten. Nach den ersten drei Monaten gelten je nach Status unterschiedliche Bedingungen.


Arbeitnehmer und Selbstständige

Arbeitnehmer und Selbständige sowie ihre direkten Familienangehörigen haben ein Recht auf Aufenthalt, das keinen Bedingungen unterliegt.

Arbeitssuchende

Arbeitsuchende haben – ohne Bedingungen – sechs Monate oder sogar länger ein Recht auf Aufenthalt, wenn sie im EU-Aufnahmeland weiter nach einer Beschäftigung suchen und eine „begründete Aussicht“ auf Arbeit haben. Arbeitsuchende können während der Arbeitsuche in einem anderen Mitgliedstaat mindestens drei Monate lang Arbeitslosenunterstützung von ihrem Herkunftsmitgliedstaat erhalten, wenn sie dort zuvor als arbeitslos registriert wurden.

Nichterwerbstätige

Studierende und andere Nichterwerbstätige (z. B. Arbeitslose, Rentner) haben länger als drei Monate ein Recht auf Aufenthalt, wenn sie für sich selbst und ihre Familie über genügend finanzielle Eigenmittel verfügen, so dass sie für das Sozialsystem des EU-Aufnahmelandes keine Belastung darstellen, und eine Krankenversicherung haben.

Fünfjahresfrist

Nach fünfjährigem ununterbrochenem rechtmäßigem Aufenthalt erwerben EU-Bürger und ihre Familienangehörigen das Recht auf Daueraufenthalt im Aufnahmemitgliedstaat und unterliegen damit nicht mehr den in den vorangegangenen fünf Jahren geltenden Bedingungen.

Es gehe nicht um eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung, erläuterte die Gewerkschaft. Die von Hofmann genannte Wochenarbeitszeit von 30 Stunden sei ein Beispiel für eine von vielen Arbeitnehmern angestrebte Dauer. Hofmann erklärte am Montag in Frankfurt: „Die Flexibilitätsanforderungen von Beschäftigten und Unternehmen sind vielfältig, tatsächliche und gewünschte Arbeitszeiten weichen zum Teil voneinander ab. Das zentrale Ergebnis unsere Beschäftigtenbefragung ist aber: Flexibilität darf keine Einbahnstraße sein!“ Eigene Gestaltungsmöglichkeiten zum Beispiel bei Pflegezeiten seien für die Beschäftigten zentral. Welche tariflichen Forderungen daraus abgeleitet würden, werde in den nächsten Monaten diskutiert.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Rene

27.01.2014, 13:05 Uhr

Klingt auf den ersten Blick gut. Als Arbeitgeber würde ich dann demnächst eher auf 40-45-jährige Bewerber zurückgreifen, wo das Risiko der Familienbildung mit Kindern unwahrscheinlich ist. Ein Schuss ins Knie. Der arbeitsuchenden Jugend, die überproportional arbeitslos ist, ist damit nicht geholfen.

Rene

27.01.2014, 13:07 Uhr

In den 60-iger und 70-iger Jahren hatten die Menschen ne 50h-Woche und haben doppelt so viele Kinder groß gezogen, bei noch weniger Betreuungsgebot.

Account gelöscht!

27.01.2014, 13:44 Uhr

Sollte kein Problem darstellen.
ziehen wir einfach 25%-30% vom Netto Gehalt ab und stellen neue Mitarbeiter ein.
Nur dumm das damit kaum ein Arbeitnehmer einverstanden seien wird.

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