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14.01.2015

17:45 Uhr

Metalltarifrunde

IG Metall startet Warnstreiks in Thüringen

Die IG Metall will noch in dieser Woche erste Warnstreiks in Thüringen abhalten, dort herrscht keine Friedenspflicht. Andere Tarifbezirke sollen ab Ende Januar nachziehen.

Die IG-Metall will Donnerstag und Freitag erste Warnstreiks in Thüringen abhalten. dpa

Die IG-Metall will Donnerstag und Freitag erste Warnstreiks in Thüringen abhalten.

Erfurt/FrankfurtDie bundesweit ersten Warnstreiks in der am Mittwoch gestarteten Metalltarifrunde gibt es nach Gewerkschaftsangaben in Thüringen. „Wir haben in Thüringen keine Friedenspflicht und beginnen bereits am Donnerstag und Freitag mit ersten Warnstreiks“, sagte der Frankfurter Bezirksleiter der IG Metall, Armin Schild, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

In den anderen Tarifbezirken seien Warnstreiks erst ab Ende Januar möglich. Schild machte den Thüringer Arbeitgeberverband für die frühen Warnstreiks verantwortlich.

Im Gegenzug zur Friedenspflicht habe die IG Metall die Anhebung des Weihnachtsgeldes als Sonderzahlung für die Thüringer Metall-Beschäftigten auf das Niveau von Brandenburg verlangt. Das entspreche einem Plus von fünf Prozent beim Weihnachtsgeld. Das habe der Metallarbeitgeberverband abgelehnt. „Jetzt haben die Metall-Arbeitnehmer in Thüringer weniger Geld und die Arbeitgeber weniger Schutz vor Warnstreiks“, sagte Schild.

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Nach Angaben von Schild stammt das Schieds- und Schlichtungsabkommen zwischen Gesamtmetall und der IG Metall, das die Friedenspflicht regele, aus der Zeit vor der Wiedervereinigung. Die ostdeutschen Tarifbezirke mussten ihm beitreten. In Thüringen stehe das weiter aus. In Thüringen gibt es mehr als 80.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie – allerdings ist nur ein Teil tarifgebunden.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Ralf Rath

14.01.2015, 20:52 Uhr

Anfang Juli 2005 plädierte Herr Schild anlässlich einer arbeitspolitischen Tagung der IG Metall ausdrücklich für eine, so wörtlich, "Beweislastumkehr"; obwohl es in arbeitsteiligen und insofern modernen Gesellschaften bereits institutionell nicht ermöglicht ist, vor allem die auf diesem Gebiet politisch tätigen Disziplinen der Sozialwissenschaften von ihrer dadurch unveräußerlich von der Allgemeinheit verliehenen Funktion zu entbinden und jene insbesondere den Arbeitgeberverbänden zu übertragen. Den Beleg dafür, dass der Einzelne höchsten Gefahren für Leib und Leben ausgesetzt ist, sobald Dritte dessen Wesen fälschlich als ein ihm innewohnendes Abstraktum auffassen, können die Spitzen beispielsweise von Gesamtmetall schon deshalb niemals erbringen, weil sie den ihnen gesellschaftlich absolut abgezirkelten Umkreis demgemäß nicht überschreiten dürfen. Es trägt somit nichts aus, angesichts dieser Unumkehrbarkeit zu Warnstreiks aufzurufen, wenn die eigene Mitgliedschaft nicht geradewegs in die Irre geführt werden soll.

Account gelöscht!

15.01.2015, 14:15 Uhr

IG Metall startet Warnstreiks in Thüringen

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Verrat der IG Metall...

-an Wirtschaft

-an Stamm-Werker

Weil Warnstreiks an den der IG Metall nichts kostet,

da die Mitglieder alleine mit Lohnausfälle stehen gelassen werden,

bedient sich gerne die IG Metall am Werkzeug Warnstreik.

Die Mitglieder haben längst das durchgeschaut und treten

spätestens dann nach den fertigen Lohnverhandlungen aus

der IG Metall aus.

Nicht umsonst kommt sehr oft die IG Metall sofort nach Lohnverhandlungen für Unsicherheit bei den Mitglieder zu sorgen...

und beginnt erst da mit andere Problemlösungen auch mit Androhung von eventuelle weitere Streikwellen.

Ältere Mitglieder die ausgestiegen sind rechnen sich längst

die Probleme aus und lassen sich nicht mehr in die Irre führen.

Trotzdem steigen immer mehr aus der IG Metall aus ...

und gehen wenn...dann zu andere Gewerkschaften als Mitglied.

Durch immer mehr Einstellungen von Leiharbeiter...

ist oft schon berichtet worden...

wie SELBST LEIHARBEITER...

vor Arbeitsvertragabschluß gedrängt werden auch

der IG Metall beizutreten...

und in der Ängste der Leiharbeiter sich den Arbeitsvertragabschluß nicht zu gefährden ...

schließen dann sogar Leiharbeiter eine Mitgliedschaft bei der IG Metall ab.

Also ist doch egal wie viel der Stundenlohn hoch geht...

bei Leiharbeiter gilt oft der Mindestlohn von 8.50 €uro...

und dafür sogar noch neue IG Metall-Mitglieder.

Durch streiks im Wirtschaft schwer angeschlagenen Jahr 2015

verliert dazu die deutsche Wirtschaft an weitere sicherheit

und stellt schon mal lieber niemanden Neu ein.

DANKE IG METALL.








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