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12.04.2013

10:20 Uhr

Milliarden-Plus

Sozialversicherung verbucht Rekordgewinn

Die gute Konjunktur hat der deutschen Sozialversicherung einen Rekordüberschuss beschert. Kranken-, Renten- und Unfallversicherung schrieben schwarze Zahlen. Das dürfte allerdings nicht mehr lange so bleiben.

Die hohe Rücklage der Rentenversicherung dürfte sich reduzieren. dapd

Die hohe Rücklage der Rentenversicherung dürfte sich reduzieren.

Berlin Das Plus lag 2012 bei 15,8 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Das sind 1,9 Milliarden Euro mehr als 2011. "Ein größeren Plus gab es zuletzt 2006 mit rund 21,3 Milliarden Euro", sagte ein Statistiker. Die positive Bilanz sei "maßgeblich bedingt durch die positive Lohn- und Beschäftigungsentwicklung" aufgrund der guten Konjunktur.

So lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Ende 2012 um 353.000 über dem Vorjahreswert, während sich die Tarifverdienste im Gesamtjahr um 2,6 Prozent erhöhten. Dadurch stiegen die Beitragseinnahmen um 2,0 Prozent auf 536,5 Milliarden Euro. Die Ausgaben legten um 1,7 Prozent auf 520,7 Milliarden Euro zu.

Alle Bereiche der Sozialversicherung schrieben schwarze Zahlen - von der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung über die knappschaftliche Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte bis hin zur sozialen Pflegeversicherung und der Bundesagentur für Arbeit.

Die Bundesbank geht davon aus, dass die Überschüsse in diesem Jahr schmelzen. "Zum einen entfällt der positive Konjunktureinfluss", erklärte die Bundesbank. "Zum anderen wird sich die hohe Rücklage der Rentenversicherung schrittweise reduzieren." Grund dafür sei zum einen der mit Jahresbeginn von 19,6 auf 18,9 Prozent gesenkte Beitragssatz, zum anderen seien höhere Ausgaben zu erwarten. "Auch im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen sind eher wieder Defizite angelegt", so die Bundesbank.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Schlaumeier

12.04.2013, 10:42 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Ameise

12.04.2013, 11:06 Uhr

...gleich nach Zypern überweisen. Die brauchen 23 Milliarden, passt doch.

keeper

12.04.2013, 11:07 Uhr

"Michel ist dumm:
Arbeitet wie blöd für den Export und bezahlt diesen auch noch für die Abnehmer."

Im Gegenzug bekommt der Michel dafür Arbeit.
"Hauptsache Arbeit" war ein CDU-Plakat.

Wenn der Michel dieses Procedere noch 10 Jahre durchhält,
sind die relevanten industriellen Cluster der Eurozone in und um Deutschland versammelt - während der Rest weitestgehend de-industrialisiert sein wird.

Economies of scale.

(wobei sich auch dies im Zuge der Möglichkeiten de-zentraler Zusammenarbeit relativieren wird. Aber was diese Entwicklung bedeutet, raffen die meisten noch nicht einmal ansatzweise ...)

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