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15.11.2011

07:26 Uhr

Mindestlohn

„Wir brauchen nicht mehr Staat in den Unternehmen“

VonTorsten Riecke

ExklusivWolfgang Clement spricht sich klar gegen einen Mindestlohn aus: Der Staat kann nicht bessere Ergebnisse verordnen, als sie Arbeitgeber und Gewerkschaften aushandeln können, meint der Ex-Bundeswirtschaftsminister.

Wolfgang Clement lehnt einen einheitlichen Mindestlohn ab. ap

Wolfgang Clement lehnt einen einheitlichen Mindestlohn ab.

DüsseldorfDer frühere Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat die Vorschläge für einen einheitlichen Mindestlohn scharf kritisiert und fordert in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Dienstag-Ausgabe) "Vorfahrt für die Tarifhoheit". "Wer über den Rand unserer stereotypen Debatten hinaus blickt, der kann erkennen, dass in den meisten Ländern mit gesetzlichen Lohn- und Mindestlohnregelungen eine besonders hohe Jugendarbeitslosigkeit grassiert. Deutschland steht auch in diesem Vergleich recht gut da. Alles Zufall?", fragt der FDP-Anhänger.

Hierzulande gebe es eine Gesprächs- und Tarifkultur zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die international fast ohnegleichen sei. Was spräche dafür, sie jetzt durch den Gesetzgeber ablösen zu lassen, und sei es auch nur im Mindestlohnbereich? Es gelinge doch Schritt für Schritt, tarifliche Mindestlöhne in höchst unterschiedlicher Form und Höhe – von etwa 6,50 Euro für Ungelernte bis über 13 Euro für Baufacharbeiter – zu vereinbaren und bei Gefährdungen durch ausländische Dumpinglöhne für allgemein-verbindlich zu erklären.

"Je weiter wir hier von Branche zu Branche voran kommen, desto lauter werden die Rufe nach einem einzigen gesetzlichen, also für Alle und Jeden und jede Branche gleichen Mindestlohn. Das ist doch absurd!", kritisiert Clement. Deutschland brauche keineswegs „mehr Staat“ in den Unternehmen, weder in Gestalt von Quotenregelungen noch gar von gesetzlichen Lohnvorgaben.

Kommentare (13)

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Ameliegnom

15.11.2011, 08:07 Uhr

der Clement soll mal ganz schnell seinen Rand halten, die SPD hat doch erst mehr Staat in der Arbeitswelt erschaffen mit ihrer Agenda 2010.
Jetzt darf der Staat "aufstocken" bei den Löhnen damit die Unternehmen sorglos Lohndumping praktizieren können. Die Zeitarbeit wird massiv über Hartz4 Sanktionen und Eingliederungshilfen gefördert. Dem Handwerk werden Aufträge weggeschnappt von Pseudo-1€ Job-Unternehmen die allein dafür gegründet wurden um vom Staat subventioniert zu werden. Das hat alles die SPD ins Leben gerufen, alles MEHR Staat. Alles zahlt der Steuerzahler. Jetzt will die SPD natürlich nichts mehr davon wisse.

Account gelöscht!

15.11.2011, 08:12 Uhr

Jetzt bellt der Clement wieder wie ein Hund. Ist zu nichts zu gebrauchen der Mann, aber es scheint ja "In" zu sein, als abgehalvterter Politiker (siehe auch Schröder und Co.) sich über das Tagesgeschäft zu äußern, als wenn die nicht in ihrer Ära schon genug Schaden angerichtet haben, diese unsympathischen Versager.

Martina

15.11.2011, 08:12 Uhr

erstaunlich, dass diese fette Ratte immer wieder hier eine Bühne bekommt. DER ist doch der letzte Dreck ...

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