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13.07.2012

17:02 Uhr

Mindestrücklage

Rentenversicherung denkt über dickeres Polster nach

Die Rentenkassen sind mit 24 Milliarden Euro derzeit prall gefüllt. Es wird über eine Beitragssenkung gestritten. Doch Experten raten auch zur Vorsicht. Die Zeiten könnten sich schnell wieder ändern.

Im vergangenen Jahr zahlte die Rentenversicherung im Schnitt monatlich rund 17 Milliarden Euro an die Rentner aus. dpa

Im vergangenen Jahr zahlte die Rentenversicherung im Schnitt monatlich rund 17 Milliarden Euro an die Rentner aus.

BerlinDie Deutsche Rentenversicherung möchte ihre finanzielle Mindestrücklage erhöhen, um Konjunkturschwankungen auf dem Arbeitsmarkt besser ausgleichen zu können. Um die pünktliche Auszahlung der Renten zu garantieren, ist die Rentenversicherung per Gesetz verpflichtet, ein Finanzpolster von mindestens 20 Prozent einer Monatsausgabe auf ihren Konten vorzuhalten.

Eine „Nachhaltigkeitsrücklage“ von einer halben Monatsausgabe wäre dagegen mehr als wünschenswert, sagte der Leiter des Geschäftsbereichs Finanzen und Statistik der Rentenversicherung, Ulrich Reineke, am Freitag in Berlin. Die nur geringe Rücklage von 0,2 Monatsausgaben zum Ausgleich der konjunkturell schwankenden Beitragseinnahmen habe die Rentenversicherung „schon mal an den Rand der Verzweiflung gebracht“.

Ende 2005 hatte sich die Rentenversicherung zur Überbrückung eines kurzfristigen Zahlungsengpasses 900 Millionen Euro beim Bund pumpen müssen, die später zurückgezahlt wurden. Bis zum Jahr 2000 hatte die gesetzliche Mindestrücklage der Rentenversicherung noch eine Monatsausgabe betragen.

Im vergangenen Jahr zahlte die Rentenversicherung im Schnitt monatlich rund 17 Milliarden Euro an die Rentner aus. Übersteigt die „Nachhaltigkeitsrücklage“ der Rentenversicherung den Betrag von mehr als 1,5 Monatsausgaben, soll laut Gesetz eine Beitragsabsenkung erfolgen. Wegen der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist die Rücklage derzeit auf rund 24 Milliarden Euro angewachsen, so dass unter Umständen bald eine Absenkung des monatlichen Beitrages fällig ist.

Kommentare (2)

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w.peters

13.07.2012, 18:03 Uhr

Es kann doch nur bei vernünftiger Betrachtungsweise eine Lösung geben und die heisst: Das Geld der Rentenkasse bleibt dort, wo es hingehört nämlich in die Rücklage! Wenn schon der Staat nichts in die Rücklage packt dann aber unbedingt die Rentenkasse!Politiker, die eine Auszahlung fordern sollte man sofort nachhause schicken und sie ihres Amtes entheben. Es ist einfach nur Schwachsinnig den Leuten 0,2 % mehr auszuzahlen. Spätestens in 1 - 2 Jahren müssen sie dann wieder o,5 oder mehr draufzahlen. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass Geld in der Rücklage ist. Der Staat hat sich im übrigen schon viel zu oft an dem Geld der Bürger bedient. Das müsste auch mal richtig untersucht werden und alle Gelder müssten zurückgezahlt werden, die nicht den bestimmungsmäßigen Zwecken zugeführt worden sind!

Account gelöscht!

13.07.2012, 18:57 Uhr

Wie wär's mit einer Rentenlotterie? Oder eine Bank eröffnen und aus den Überschüssen durch Giralgeldschopfung das 10fache machen.

Oder Spanien schenken.

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