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25.02.2003

12:45 Uhr

Ministerin gegen Sachverständigenrat

Zahnbehandlung bleibt bei gesetzlichen Kassen

Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) will die Leistungen für Zahnbehandlungen bei den gesetzlichen Krankenkassen lassen. „Ich werde die Behandlungen nie aus dem Paket der Kassen herausnehmen“, sagte Schmidt am Dienstag in Dortmund.

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Foto: dpa

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Foto: dpa

HB/dpa DORTMUND. Sie wies damit einen Vorschlag des Sachverständigenrates für das Gesundheitswesen zurück. Dieser hat vorgeschlagen, Zahnersatz schrittweise aus dem Kassenkatalog zu streichen.

Die Ministerin warb bei der Jahresauftakt-Tagung der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) erneut für ihre Reformpläne. Dabei bezeichnete sie die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften als „eng“, die Gewerkschaftsführer als „flexibel“.

Schmidt bekräftigte, dass sie die Kassenärzte bei der Reform zur Fortbildung verpflichten will. „Heutzutage kann keine Sekretärin bestehen, ohne dass sie sich regelmäßig fortbildet.“ Die Ministerin forderte erneut, überflüssige Behandlungen konsequent einzudämmen. „Wenn wir die Zahl der Röntgenuntersuchungen auf die Notwendigen beschränken, könnten wir rund 450 Millionen Euro sparen und die Strahlenbelastung für die Patienten um 15 Prozent senken.“

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