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28.07.2015

14:54 Uhr

Ministerin zu Gast bei Microsoft

Nahles setzt in der neuen Arbeitswelt auf betriebliche Vereinbarungen

Arbeiten von jedem Ort aus und zu flexiblen Zeiten - bei manchen Unternehmen ist das bereits gelebte Praxis. Arbeitsministerin Nahles will nun Dialog über die Spielregeln für die neue rasch Arbeitswelt voranbringen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) besuchte am Dienstag die Deutschland-Zentrale des Softwarekonzerns Microsoft. Nahles informiert sich über die flexiblen Arbeitsmodelle bei Microsoft. dpa

Nahles besucht Microsoft

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) besuchte am Dienstag die Deutschland-Zentrale des Softwarekonzerns Microsoft. Nahles informiert sich über die flexiblen Arbeitsmodelle bei Microsoft.

MünchenBundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) setzt in der neuen Arbeitswelt auch auf betriebliche Lösungen. Eine gute „Verabredungskultur“ im Rahmen gesetzlicher Regelungen, etwa zu Arbeitszeiten und -orten, könne mehr Flexibilität bringen, sagte die Ministerin am Dienstag beim Besuch der Firmenzentrale von Microsoft Deutschland in Unterschleißheim bei München. Der Softwarekonzern hatte vor einiger Zeit eine Betriebsvereinbarung zum Vertrauensarbeitsort geschlossen.

Starre Anwesenheitspflichten für die Mitarbeiter gibt es demnach nicht mehr. Es wurde lediglich eine Mindestanzahl von Terminen festgelegt, zu denen sich beispielsweise die Kollegen eines Teams sehen. Schon jetzt seien im Schnitt nur etwa 20 bis 30 Prozent der Mitarbeiter pro Arbeitstag im Unternehmen anwesend, erklärten Dirk Bornemann und Thomas Mickeleit aus der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland.

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Das Haus von Nahles hatte bis Ende 2016 einen Dialogprozess „Arbeiten 4.0 gestartet“. „Wir verlieren enorm Zeit, wenn alle blocken“, sagte die Ministerin. Auch einseitige Forderungen wie etwa nach der Aufkündigung des Acht-Stunden-Tages brächten den Prozess nicht voran. Nötig sei im digitalen Zeitalter zudem eine neue Führungskultur in den Unternehmen. Dabei sollte die Balance zwischen Vorteilen der Digitalisierung und den Belastungen, etwa durch eine ständige Erreichbarkeit, im Blick bleiben, sagte Nahles.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Ingo Ulrich

28.07.2015, 16:41 Uhr

"....setzt in der neuen Arbeitswelt ....."

Welche neue Arbeitswelt ?
Seit der Deregulierung im Arbeitsrecht durch ROT/GRÜN habt IHR, die SPD, die Arbeitswelt fast ins 19. Jahrhundert katapultiert !

Jetzt will der Arbeitgeberverband BDA die gesetzliche begrenzte Tages-Arbeitsstunden entfernen und nur noch die Wochen-Arbeitszeit soll seine Gültigkeit behalten.

Das wäre die politische Freigabe für das 19.Jahrhundert !

Irgendwie scheint ein Zusammenhang zwischen der Forderung der BDA und das bestreben der Politik, Flüchtlinge zeitnah in (prekäre) ARBEIT zu katapultieren !
Das kann man auch Lohn-Dumping-Vandalismus nennen.

Frau Nahles, von welcher KULTUR sprechen Sie ?
In der Arbeitswelt kenne ich eine Missbrauch-Kultur und eine Seriosität in der "neuen Arbeitswelt" in Bezug auf Stellenangebote, Arbeitsverträge, Gehälter sind Historie, leider !

Die Rede von Ihrem Herrn Gehard Schröder in Davos 2005 >>> der größte Billiglohnsektor in Europa geschaffen <<<, er meinte Deutschland ! Lesenswert ! Sagt vieles aus !

Die Bertelsmann-Stiftung durfte mit Einverständnis von ROT/GRÜN die HARTZIV-Gesetzte entwickeln und schreiben ! Das war die "richtige" Stiftung, die IHR ausgesucht habt !

Also Frau Nahles, von welcher Kultur und einer neuen ARBEITSWELT sprechen Sie ???

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