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12.11.2014

15:27 Uhr

Ministerpräsident in Sachsen

Tillich muss Amtseid nach Panne zweimal ablegen

Sachsen wird auch in Zukunft von Stanislaw Tillich regiert. Der 55-Jährige, der nach nur einem Wahlgang als Ministerpräsident feststand, stützt sich auf eine schwarz-rote Mehrheit. Eine Panne gab es jedoch beim Amtseid.

Beim Amtseid:  Stanislaw Tillich, alter und neuer Ministerpräsident von Sachsen. dpa

Beim Amtseid: Stanislaw Tillich, alter und neuer Ministerpräsident von Sachsen.

DesdenWegen einer Panne wird der wiedergewählte sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) seinen Amtseid noch einmal leisten. Wie der Sprecher des Landtages, Ivo Klatte, bestätigte, hatte Parlamentspräsident Matthias Rößler am Vormittag beim Vorsprechen des Eides eine Zeile des Textes ausgelassen. Tillich habe den Eid dann ohne die Passage nachgesprochen. Die Wiederholung sollte noch am Nachmittag im Plenum des Landtags erfolgen.

Zwei Tage nach Unterzeichnung des schwarz-roten Koalitionsvertrages war Tillich am Mittwoch erneut zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Der 55 Jahre alte CDU-Politiker erhielt am Mittwoch im Landtag in Dresden im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Tillich war bereits in der vergangenen Legislaturperiode Regierungschef in Sachsen.

Tillich bekam 74 Stimmen – drei weniger als Union und SPD zusammen im Parlament haben. Linke, Grüne und die Alternative für Deutschland (AfD) hatten schon im Vorfeld angekündigt, nicht für Tillich zu stimmen. Am Donnerstag will der alte und neue Ministerpräsident eine Regierungserklärung abgeben. Außerdem werden dann die Minister des Kabinetts vereidigt.

Sachsen: SPD stellt in neuer Landesregierung drei Minister

Sachsen

SPD stellt in neuer Landesregierung drei Minister

Die Sozialdemokraten bekommen in der neuen sächsischen Landesregierung drei Ministerposten. Sie übernehmen das Wirtschafts- und Arbeitsministerium, das Wissenschafts- und Integrationsressort.

Die CDU stellt den Ministerpräsidenten sowie den Chef der Staatskanzlei und bekommt sechs Ministerien. Es sind die Ressorts Finanzen, Inneres, Kultus, Justiz, Soziales und Verbraucherschutz sowie Umwelt und Landwirtschaft. Den Posten des stellvertretenden Ministerpräsidenten übernimmt die SPD.

Insgesamt wird die SPD in Sachsens neuer Landesregierung drei Minister stellen. Die Sozialdemokraten übernehmen das Wirtschafts- und Arbeitsministerium und das Ressort Wissenschaft und Kunst. Außerdem wird eine SPD-Staatsministerin für Gleichstellung und Integration zuständig sein.



Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Horst Hamacher

12.11.2014, 17:14 Uhr

Wer - zum Geier! - ist Tillich?!?!

Herr Paul Mueller

13.11.2014, 20:23 Uhr

"Wer - zum Geier! - ist Tillich?!?!"

Tillich ist der, der zeigt, das man als SED Kader genauso Karriere in der CDU machen kann, wie vor 70 Jahren die Nazis.

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