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09.05.2013

11:37 Uhr

Mitmach-Aktion der CDU

„Ich bin voll bei Ihnen“

VonAndreas Dörnfelder

„Was mir am Herzen liegt“ – unter diesem Motto sammelt die CDU Wahl-Ideen. Die Partei fragt, auch via Internet. Immer mit dabei: Familienministerin Schröder. Die Gespräche verkommen zu einer Selbstbeweihräucherung.

Drei Gesprächsrunden sind geplant, zur ersten hat die CDU Familienministerin Kristina Schröder und Verteidigungsminister Thomas de Maizière geschickt. dpa

Drei Gesprächsrunden sind geplant, zur ersten hat die CDU Familienministerin Kristina Schröder und Verteidigungsminister Thomas de Maizière geschickt.

BerlinWenn jemand für die CDU lebt, dann ist es Claudia Heber. Drei Stunden hat die Frau aus Straußfurt bei Erfurt für die Reise in die Berliner Parteizentrale gebraucht. Zu Hause ist sie ehrenamtlich im Arbeitskreis Engagierter Katholiken der CDU in Thüringen aktiv. Jetzt steht sie im Konrad-Adenauer-Haus an einem orangefarbenen Mikrofon, schaut Familienministerin Kristina Schröder in die Augen und holt Luft.

Gut 100 Frauen und Männer sind an diesem Abend ins CDU-Hauptquartier gekommen. Es ist die erste von drei geplanten Gesprächsrunden der Partei mit der Basis, bevor sie am 23. Juni ihr Programm für die Bundestagswahl verabschieden will. Neben Kristina Schröder sitzt Verteidigungsminister Thomas de Maizière auf der Bühne. Mehrere Kameras übertragen das Geschehen live ins Internet. Und alle Augen sind auf Claudia Heber gerichtet.

Die dreifache Mutter wirkt bei ihrem großen Auftritt ein wenig aufgeregt. Sie wolle, sagt sie, der Familienministerin eine Anregung geben. „Mehr netto vom Brutto für Familien“, wünsche sie sich. Außerdem seien die besten Erzieher für ein Kind immer noch die eigenen Eltern. Man müsse nicht toll ausgebildet sein um Kinder zu erziehen. Und wenn Schröder mal Zeit habe, dann solle sie doch mal in Thüringen vorbei kommen und sich die Hortbetreuung ansehen. „Bei uns läuft das hervorragend.“

Merkels Wackelkandidaten, Merkels Konstanten

Sollten folgende Minister auch 2013 im Amt bleiben?

Die schwarz-gelbe Koalition hangelt sich von einem Streit zum nächsten. Ob die Regierung von Angela Merkel (CDU) nach der Bundestagswahl 2013 noch Bestand haben wird, ist ungewiss. Welche Minister die Bevölkerung auch weiterhin im Amt sehen will, hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die „Bild am Sonntag“ ermittelt. Befragt wurden am 19. Juli insgesamt 500 repräsentative ausgewählte Personen.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU)

Ja: 62

Nein: 22

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU)

Ja: 59

Nein: 32

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU)

Ja: 57

Nein: 25

Umweltminister Peter Altmaier (CDU)

Ja: 55

Nein: 23

Bildungsministerin Annette Schavan (CDU)

Ja: 52

Nein: 33

Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)

Ja: 52

Nein: 35

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP)

Ja: 51

Nein: 32

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU)

Ja: 50

Nein: 40

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU)

Ja: 49

Nein: 32

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP)

Ja: 45

Nein: 36

Familienministerin Kristina Schröder (CDU)

Ja: 42

Nein: 47

Außenminister Guido Westerwelle (FDP)

Ja: 37

Nein: 55

Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP)

Ja: 32

Nein: 37

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP)

Ja: 25

Nein: 62

Hervorragend will die Union auch bei der Bundestagswahl abschneiden. Und um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Wahlkämpfer um Generalsekretär Hermann Gröhe den Bürgern das Gefühl geben, das Wahlprogramm der CDU mitbestimmen zu können. Im März und April hatte die Partei dazu aufgerufen, Vorschläge einzusenden. Laut Chefwahlkämpfer Gröhe sind insgesamt 10.000 Sendungen per Postkarte und E-Mail eingegangen. In den Gesprächsrunden im Adenauer-Haus lädt die Partei nun dazu ein, die Wünsche der Bürger zu diskutieren.

Kristina Schröder hat sich die Vorschläge ihrer Thüringer Anhängerin angehört. Die Ministerin, die Ende 2012 gegen ihre ursprüngliche Überzeugung das umstrittene Betreuungsgeld auf den Weg gebracht hat, ist Profi. Längst hat sie in Gedanken an ihrer Antwort gefeilt. „Ich bin voll bei Ihnen und eine Anhängerin des Ehegattensplittings“, sagt sie. „Wenn zwei Menschen dauerhaft Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen, dann entlasten Sie auch den Staat. Deswegen verdient das Unterstützung.“

Kommentare (12)

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Account gelöscht!

09.05.2013, 12:35 Uhr

Jedem Bürger mit etwas Verstand kann man nur den Tipp geben, besser gleich AfD zu wählen.
Wer CDU/CSU wählt, wählt die Bankenunion! Dann heißt es nach der Bundestagswahl für Südeuropas bankrotten Bankensektor im Billionenmaßstab bluten - und dass nur, damit die internationale Finanzindustrie aus ihren Fehlinvestments herausgehauen wird und die Fehlkonstruktion Euro noch zwei, drei Jahre länger dahinvegetieren kann.

Schäuble hat die massiven steuererhöhungskonzepte schon in der Schublade. Gegen die Bankenunion war die Wiedervereinigung ein Klacks. Jeder die Blockparteien CDUCSUSPDFDPGrüne wählt, wählt massive finanzielle Nachteile für sich und seine Lieben und wird nach der Bundestagswahl im Herbst ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans.
Für Investitionen in neue Straßen, Brücken und KiTas wird dann auch kein Geld mehr da sein.
Die Transfer-und Schuldenunion der Eurofanatiker wird alles verschlingen.
Um Südeuropas Banken zu stützen, braucht es 2 Billionen Euro. Deutschland müsste davon binnen vier Jahren 1,4 Billionen zahlen!

Account gelöscht!

09.05.2013, 12:48 Uhr

Was ich mir von der CDU wünsche: einen fairen Prozess für Steuerhinterzieher Schäuble, eine gute Psychotherapie für die Euro-Irren und Bosbach als Finanzminister bis zur Bundetsgaswahl, die die AfD gewinnt. Nach der Wahl CDU in der Opposition, um wieder Bodenkontakt zu bekommen.

Baehring-BOESER-Verleger

09.05.2013, 13:22 Uhr

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