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14.06.2013

13:34 Uhr

Modellprojekt im Norden

Altmaier und Albig stellen erste Bürgeranleihe für Stromtrassen vor

In Schleswig-Holstein können Bürger erstmals Anleihen für den Stromnetzausbau erwerben. Damit sollen sie am späteren Betrieb der „Stromautobahn“ verdienen können. Allerdings ist das Angebot geographisch limitiert.

Umweltminister Peter Altmaier und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig starten symbolisch den Verkauf von Bürgeranleihen für Stromtrassen. dpa

Umweltminister Peter Altmaier und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig starten symbolisch den Verkauf von Bürgeranleihen für Stromtrassen.

HeideDie bundesweit erste Bürgeranleihe für den Stromnetzausbau wird in Schleswig-Holstein ausgegeben. Es geht um eine 150 Kilometer lange Höchstspannungsleitung entlang der Nordseeküste, die ab 2018 vor allem Strom aus Windenergie transportieren soll. Erstmals können Bürger damit am Bau und späteren Betrieb der „Stromautobahn“ verdienen.

„Das Projekt hat Modellcharakter für ganz Deutschland“, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Freitag in Heide. Er war wie unter anderem auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) zu einem Festakt gekommen, bei dem der Beginn der Zeichnungsfrist gefeiert wurde.

Anleihen sind ab mindestens 1000 Euro möglich. Erwerben dürfen sie aber nur Bewohner und Grundstückseigentümer aus den Landkreisen Nordfriesland und Dithmarschen, durch deren Region die Leitung führen wird. In der Planungsphase soll die Anleihe mit drei Prozent und mit Beginn der Bauphase mit fünf Prozent verzinst werden.

Altmaier und Albig begrüßten das Projekt als Chance, dass Menschen in der Region nicht nur die Lasten der Energiewende mit Windanlagen und neuen Stromleitungen tragen, sondern auch an der Wertschöpfung teilhaben. Viele Anwohner betrachten den geplanten Bau mit Argwohn.

Von

dpa

Kommentare (5)

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HofmannM

14.06.2013, 14:02 Uhr

Soso...jetzt versucht die Politik die Landschaft und den deutschen Naturraum mit Anleihen/Stromtrassen zu vergewaltigen. Erst wird die Natur in Deutschland mit den Windmühlen und Solarparks und Monokulturen für Biogas-Energiepflanzen (Mais) zugepflastert und dann kommt auch noch dieses Spinnennetz für die unnötigen Erneuerbaren Energietechniken hinzu.
Die Energiewende ist aus wirtschaftlicher,technischer und umweltschonender Sicht ein Desaster und unnnötig.
Das Stromerzeugungs- und Verteilungssystem auf Basis von Kraftwerken, die dezentral in Deutschland angesiedelt sind/waren, ist bei weiten wirtschaftlicher, technisch sinnvoller und vor allem Naturschutzschonender als diese irrsinnige Energiewende auf Basis diesen perfid-geldgierigen wohlstandsvernichtenden EEG-Abzocker-Zwangsgesetz!

Account gelöscht!

14.06.2013, 14:33 Uhr

JAAAAAA! Die neue VOLKSaktie! Keine Zinsen fürs Sparbuch? Fürs die Riesterrente? Für die LV und den Bausparer? Kein Problem!
Der Haken: Demnächst versenkt im Schwarzen Loch der Staatsschulden im Rahmen der schon fertigen Währungsreform-Enteignungsszenarien des Gollum und der IM Erika im Dienste der Bankenmafia! In der DDR-Schule habe ich mal gelernt, solche Seilschaften der Banken/Konzerne und der Politik definiert man als FASCHISMUS!

Bankstebasher

14.06.2013, 14:41 Uhr

Und schon subventioniert man die unrentablen erneuerbaren Energien noch mehr!

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