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28.08.2015

16:20 Uhr

Molotowcocktail geworfen

Brandanschlag auf Flüchtlingswohnung bei Hameln

Der nächste fremdenfeindliche Anschlag: Ein Molotowcocktail fliegt durch das Fenster einer Wohnung, in der Asylbewerber leben. Eine Mutter und ihre drei Kinder bleiben unverletzt. Die Polizei fahndet nach dem Täter.

Anschläge auf Wohnungen und Heime von Asylbewerbern – wie hier in Vorra – häufen sich in den letzten Tagen. dpa

Brandanschlag

Anschläge auf Wohnungen und Heime von Asylbewerbern – wie hier in Vorra – häufen sich in den letzten Tagen.

SalzhemmendorfMit einem Molotowcocktail haben unbekannte Täter einen Brandanschlag auf eine bewohnte Asylbewerber-Unterkunft in Salzhemmendorf bei Hameln verübt. Der Brandsatz flog in der Nacht zum Freitag durch ein geschlossenes Fenster in die Wohnung in dem ehemaligen Schulgebäude. Eine 34-jährige Mutter aus Simbabwe und deren drei kleine Kinder, die gemeinsam in einem Nebenraum schliefen, blieben nach Angaben der Polizei unverletzt. Ein Teppich und eine Matratze gerieten in Flammen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)sprach nach einem Gespräch mit der betroffenen Familie von „versuchtem Mord“. In dem Gebäude leben insgesamt mehr 30 als Flüchtlinge.

Auch in Sachsen hat es erneut in einem Asylbewerberheim gebrannt. Die Ursache für das Feuer am Freitag in der bewohnten Unterkunft in Aue war zunächst unklar. Die Polizei teilte aber mit, nach ersten Erkenntnissen werde ein Anschlag ausgeschlossen. Das Feuer im Dach war bereits am Vormittag gelöscht.

Nach dem Anschlag im niedersächsischen Salzhemmendorf mit 9350 Einwohnern wurde die betroffene Flüchtlingsfamilie in einer anderen Unterkunft untergebracht und psychologisch betreut. Die Polizei fahndet nach einem Fahrzeug, das am Tatort gesehen wurde. Die Behörden richteten eine Sonderkommission mit 30 Beamten ein.

Wo Flüchtlinge in Deutschland wohnen

Flüchtlingswohnheime

In der Regel werden Asylsuchende in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Vor allem die Zustände in den zentralen Einrichtungen der Länder, in denen die Flüchtlinge nur kurz bleiben sollen, stehen in der Kritik. Oft müssen Männer, Frauen und Kinder auf engem Raum zusammenleben. (Quelle: dpa)

Wohnungen

Verschiedene Kommunen bringen Flüchtlinge in Privatwohnungen unter. Allerdings gibt das der Wohnungsmarkt nicht in allen Städten her - auch weil die Mieten zu hoch sind.

Schulen, Altenheime, Kasernen

In manchen Städten stehen Gebäude leer, die einst für Schüler, Alte oder Soldaten gebaut wurden. Nun leben Flüchtlinge darin - etwa in Heidelberg in einer alten Kaserne.

Container und Zelte

Container und Zelte können recht schnell aufgebaut werden. Das macht sie an vielen Orten im Notfall beliebt. Anwohner stören sich allerdings nicht selten an den Zeltstädten.

Hotels

Aus Touristenziel wird Flüchtlingsunterkunft. In der Not mieten Behörden auch Zimmer in nicht ausgelasteten Hotels an. So wurde in Sachsen ein altes Vier-Sterne-Haus umfunktioniert.

Wohnschiffe

Schwimmende Schlafplätze für Flüchtlinge hat es in der Vergangenheit bereits gegeben - etwa in Hamburg. Die Hansestadt plant nun erneut, Wohnschiffe für Asylsuchende ankern zu lassen.

Salzhemmendorfs Bürgermeister Clemens Pommerening verurteilte die Tat. „Ich bin völlig fassungslos, niemand hätte sich vorstellen können, dass bei uns so etwas passiert“, sagte der parteilose Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Bei uns herrscht gelebte Willkommenskultur.“ Es habe nichts darauf hingedeutet, dass in Salzhemmendorf etwas Vergleichbares hätte passieren können.

Auch für die Polizei kam der Brandanschlag unerwartet: „Es gibt in Salzhemmendorf und auch im gesamten Landkreis keine rechte Szene“, sagte Polizeisprecher Jens Petersen. Es habe im Ort und in anderen Kommunen der Region in der Vergangenheit keine fremdenfeindliche Aktionen gegeben. Möglicherweise handele es sich um die Tat eines Einzelnen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Walter Gerhartz

28.08.2015, 13:25 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie
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Kriege, Chaos & Flüchtlinge: Die Heuchler in der ersten Reihe
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http://www.contra-magazin.com/.../kriege-chaos.../...
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Wer Genozide unterstützt und kriegerische Flächenbrände sät, braucht in der Flüchtlingsfrage kein Gutmenschentum heucheln. Politik und Leitmedien üben sich lieber in einem Mix aus Hetze und Beschwichtigung, anstatt den Teufel beim Namen zu nennen.
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Von Marco Maier
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Der Krieg in Syrien, das Chaos in Libyen, der IS-Terror in der Levante und der Vernichtungsfeldzug Kiews im Osten der Ukraine sind nur ein paar Beispiele dafür, welche Auswirkungen die Außenpolitik Deutschlands und der anderen NATO-Staaten hat. Krieg, Gewalt, Terror. Eine Spur der Verwüstung und der Vernichtung von Menschenleben aus geopolitischem Kalkül überzieht ganze Regionen wie ein infernaler Flächenbrand.
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Gemeinsam mit den involvierten Konzernen – vor allem der Waffen- und der Ölindustrie – reiben sich die verantwortlichen Politiker die blutigen Hände und stopfen sich so – teils über Umwege – die Taschen mit dem Blutgeld voll. Aber so ist es, wenn der Konzernlobbyismus die Politik dominiert. Gleichzeitig übt man sich im großen Bedauern für die Millionen an Flüchtlingen, die – vor allem – aus diesen Regionen nach Europa drängen und wettert gegen den Fremdenhass, weil manche Menschen es nicht einsehen wollen, dass sie mit ihren Steuergeldern für eine Politik bezahlen sollen, mit der sich die Finanzeliten und deren Helfershelfer bereichern. Denn in Sachen Steuervermeidung sind die Konzerne und deren Eigner oftmals ganz vorne mit dabei.
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Wie bei den Bankenrettungen agiert man hier nach dem Motto: Gewinne privatisieren, Verluste/Kosten sozialisieren. Mit dem Massenelend lässt es sich eben gut Geld verdienen. So krank ist diese Welt. Und die regierenden Politiker üben sich dafür – unterstützt von den Leitmedien – in größtmöglicher Heuchelei. Denn die wahren Ursachen für dieses unsägliche Le

Herr Walter Gerhartz

28.08.2015, 13:29 Uhr

Offener Brief an Frau Merkel, Herrn Gabriel und die ganze Politikerschar
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Wenn Sie schon das Volk wegen seiner Proteste an IHRER Flüchtlingspolitik kritisieren, sollten Sie einmal Folgendes Bedenken:
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Diese Regierung und die traurigen Mehrzahl der Politiker unterstützen schon seit Jahren die schmutzigen Kriege der USA und der NATO, die diese Menschen zu Flüchtlingen gemacht haben.
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Diese Regierung und die traurige Mehrzahl der Politiker haben mitgeholfen die Ukraine zu destablisieren und dort ein NAZI-Regime installiert, das durch IHRE Hilfe weiter und weiter das eigene Volk ermorden kann.
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Diese Regierung und die traurige Mehrzahl der Politiker haben völkerrechtswidrige Sanktionen gegen Russland verhängt, dem man den Flottenstützpunkt auf der Krim entreissen wollte und das man wie bereits die ganze EU unter die Hegemonie der USA zu zwingen versucht.
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Wenn also diese traurige Mehrzahl der Politiker nun das Volk als NAZIS beschimpft, dann kann man ganz ruhig feststellen, dass diese Bezeichnung auf eine Vielzahl unserer Politiker ganz klar zutrifft, denn die oben genannte Kriegs- und Zersetzungspolitik ist genau das was man Hitler und anderen NAZIS immer vorwirft !!!
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Diese Politik hat die ganze Vorarbeit zu dieser Massenflucht zusammen mit den USA, EU und NATO zu verantworten und wer solche Politik umsetzt, kann man ganz klar in die Reihen VÖLKERRECHTSWIDRIGER Regierungen einreihen.
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SO DIE DAS PRIMAT DER POLITIK AUS: Soros und Goldman Sachs u. andere Finanzgrößen geben den Politikern des Westens vor was zu tun ist...Soros sagte vor der Ukrainekrise: ICH WILL MEIN INVEST IN DER UKRAINE NICHT VERLIEREN...DAS SOLLEN DIE EUROPÄER ZAHLEN !!
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Die Deutschen möchten in IHREM LAND friedlich mit IHREN VOLK zusammen leben und die Früchte UNSERER ARBEIT geniessen.
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Wir haben in den letzten Jahre weder anständige Lohn- noch Rentensteigerungen gehabt...alles ist von der Inflation, und den Beitrags. und Gebührensteigerungen aufgefressen worden...während SIE sich LUXUS-DIÄ

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