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30.10.2015

10:06 Uhr

Morning Briefing

Was kostet der Flüchtlingsandrang?

VonGabor Steingart

Zwei Ökonomen legen in unserer heutigen Wochenendausgabe Szenarien zur Flüchtlingswelle vor. Die Deutsche Bank muss schrumpfen. Und Viagra will Botox heiraten. Was heute sonst noch wichtig wird.

Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart

Liebe Leserinnen und Leser,
die wichtigsten Neuigkeiten am frühen Morgen mit Ausblick auf den aktuellen Tag – börsentäglich zusammen in meinem aktuellen Morning Briefing.

Der Co-Chef der Deutschen Bank: Der Mann mit den traurigen Augen – und dem schwierigen Job. Reuters

John Cryan

Der Co-Chef der Deutschen Bank: Der Mann mit den traurigen Augen – und dem schwierigen Job.


Blut, Schweiß und Jobabbau, lautet die Schlagzeile zur heutigen Seite-eins-Geschichte. Es geht um die Strategie des neuen Deutsche-Bank-Chefs John Cryan, die gestern vorgestellt wurde. Die Deutsche Bank wird kleiner, sparsamer, risikoärmer und zieht sich aus zehn Staaten zurück.

Interessant, wie die Gesichter der jeweiligen Vorstandsvorsitzenden die Seele der Bank widerspiegeln: Der stolze Alfred Herrhausen, ein Mann des Geldes und des Geistes, der hemdsärmelige Zupacker Hilmar Kopper, der ins Investmentbanking expandierte, der Siegertyp Josef Ackermann mit seinen provokanten XXL-Renditen, der nachdenkliche Kulturwandler Jürgen Fitschen, der seiner Bank nach der Finanzkrise die Ehre zurückgab. Und jetzt John Cryan. Er ist der Mann mit den traurigen Augen.
Den kompletten Premium-Artikel lesen Sie hier.

Der 45-Jährige ist der neue Sprecher des US-Repräsentantenhauses. Reuters

Paul Ryan

Der 45-Jährige ist der neue Sprecher des US-Repräsentantenhauses.

Die USA haben sich für den 45-jährigen Paul Ryan als Sprecher des Repräsentantenhauses entschieden. Die drittwichtigste Position im politischen System der USA geht damit an einen Mann der Mitte, der Ökonomie studiert hat und jahrelang dem Finanzausschuss auf dem Capitol Hill vorsaß. Nach den Eskapaden des Donald Trump und dem Voodoo-Zauber der Tea Party melden sich die Republikaner mit einem seriösen Politiker zurück. Ryan will keinen Clash of Cultures, sondern einen Kompromiss. Er ist nicht rechts, sondern vernünftig.

Eine Million Flüchtlinge: Wachstumstreiber oder Wohlstandsbremse? Zwei renommierte Ökonomen legen in unserer heutigen Wochenendausgabe ihre Berechnungen und Szenarien vor: Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sieht vor allem „die große Chance“. Seine Argumente lesen Sie hier.

Clemens Fuest, der kommende Präsident des Ifo-Instituts, widerspricht deutlich: Die These vom Wohlstandsgewinn sei sympathisch, aber irreführend“. Seine Argumente lesen Sie hier.
Die ökonomische Diskussion ist damit eröffnet. Ihr Beitrag ist uns genauso willkommen wie die Analyse der Professoren: steingart@morningbriefing.de.

Das Pharmaunternehmen wurde durch das Potenzmittel Viagra bekannt. ap

Pfizer

Das Pharmaunternehmen wurde durch das Potenzmittel Viagra bekannt.

In der Pharmaindustrie bahnt sich eine Jahrhundertfusion an: Pfizer will Allergan kaufen. Das fusionierte Unternehmen käme auf einen addierten Börsenwert von rund 333 Milliarden Dollar und würde Konkurrenten wie Novartis, Roche und Merck weit hinter sich lassen. Vertriebstechnisch ergänzen sich die Portfolios der Fusionskandidaten vortrefflich: Pfizer produziert das Potenzmittel Viagra, Allergan ist groß im Botox-Geschäft. Künftig gibt es dann das falsche Leben aus einer Hand. Eine Analyse lesen Sie hier.

China verabschiedet sich von der Ein-Kind-Politik. Ab jetzt sind zwei Kinder pro Paar nicht nur erlaubt, sondern erwünscht, was dem Sozialsystem förderlich sein dürfte. Vielleicht kann Deutschland diesmal von China lernen: Die Zwei-Kind-Politik wäre auch für uns die Alternative zu Rentenkürzung und Vergreisung. Los geht's: Der Schöpfungsakt bedarf nur einer sternenklaren Nacht und einer doppelten Portion Zukunftsmut. Oder um es mit Angela Merkel zu sagen: Wir schaffen das!

Ich wünsche Ihnen ein Wochenende der Gelassenheit.
Herzlichst grüßt Sie Ihr

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