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01.02.2014

02:58 Uhr

Münchner Sicherheitskonferenz

Klitschko trifft zu Gespräch mit Kerry ein

Klitschko ist bei der Münchner Sicherheitskonferenz eingetroffen. Geplant ist ein Gespräch mit US-Außenminister Kerry. Für Aufsehen sorgt zudem der Fall des Aktivisten Bulatow - ihm wird nun Hausarrest angedroht.

Vitali Klitschko will sich bei der Sicherheitskonferenz in München mit US-Außenminister Kerry treffen. Reuters

Vitali Klitschko will sich bei der Sicherheitskonferenz in München mit US-Außenminister Kerry treffen.

MünchenDer ukrainische Oppositionspolitiker und frühere Boxweltmeister Vitali Klitschko ist am späten Freitagabend bei der Münchner Sicherheitskonferenz eingetroffen. Klitschko wollte sich bei seinem Eintreffen zunächst nicht zu seinen Erwartungen an das geplante Gespräch mit US-Außenminister John Kerry äußern. Kerry will außer Klitschko, der Chef der Udar-Partei ist, auch den Oppositionspolitiker Arsenij Jazenjuk in München treffen.

An der Sicherheitskonferenz nehmen sowohl Vertreter der ukrainischen Opposition als auch der Regierung teil. Es sind eine Reihe von Gesprächen geplant. Für zusätzlichen Druck auf die ukrainische Regierung sorgt dabei der Fall des entführten und offensichtlich massiv gefolterten Oppositionsaktivisten Dmitro Bulatow, der am Donnerstag nach über einer Woche wieder aufgetaucht war. Seine Peiniger hatten ihm ein Ohr abgeschnitten.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) forderte den ukrainischen Außenminister Leonid Koschara nach Angaben aus Steinmeiers Umfeld am Rande der Sicherheitskonferenz "in aller Eindringlichkeit" auf, Bulatow nicht an seiner Ausreise nach Deutschland zu hindern, falls dieser in Deutschland behandelt werden wolle.

Die ukrainischen Behörden setzen im Machtkampf mit der Opposition aber zunehmend auf repressive Maßnahmen. Wie das Innenministerium am Freitagabend mitteilte, soll der nach eigenen Angaben verschleppte und gefolterte Oppositionsaktivist unter Hausarrest gestellt werden. Die verfahrene Lage löste international Sorge aus.

Nach Bulatow werde seit dem 24. Januar wegen des Verdachts der "Organisation massiver Unruhen" gefahndet, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax das ukrainische Innenministerium. Normalerweise wäre er laut Innenministerium in Untersuchungshaft gekommen, aus Rücksicht auf seine schweren Verletzungen habe der Untersuchungsminister aber nur Hausarrest verhängt.

Bulatow war mehr als eine Woche, nachdem ihn seine Frau als vermisst gemeldet hatte, am Donnerstag schwer verletzt in einem Dorf außerhalb Kiews aufgetaucht. Im ukrainischen Fernsehen schilderte er, wie er von Unbekannten verschleppt und gefoltert worden sei. Seine Entführer hätten ihm ein Ohr abgeschnitten, sagte Bulatow, dessen Gesicht und Körper völlig zerschunden waren.

Seine Erzählungen haben in der Ukraine und im Westen Empörung ausgelöst. Der Sprecher des Weißen Hauses äußerte sich "entsetzt". Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton kündigte für kommende Woche einen erneuten Besuch in Kiew an. Dagegen erklärte das ukrainische Innenministerium am Freitag, es schließe nicht aus, dass Bulatow seine Entführung "inszeniert" habe.

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Die ukrainische Opposition hat den Westen derweil zu mehr Unterstützung in der Auseinandersetzung mit Präsident Viktor Janukowitsch aufgerufen. "Wir brauchen nicht nur Erklärungen, sondern Taten - einen Plan, wie wir das Problem lösen und die Gewalt beenden können", sagte Arsenij Jatzeniuk, der Vorsitzende der Partei der inhaftierten früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko, Reuters am Freitag am Rande der Sicherheitskonferenz.

Kommentare (1)

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compact-magazin_com

03.02.2014, 14:42 Uhr

Kaum weigert sich ein Land, mit der EUDSSR ein Abkommen zu schließen, zettelt man dort einen Aufstand an!
So viel zum demokratischen Verständnis der EUDSSR und ihrem Verhältnis zur Selbstbestimmung der Völker.

Klitschko ist nichts weiter als ein Agent von EUDSSR Freundin Angela Merkel.

Merkel:

"Wir sind aufs Äußerste besorgt und empört darüber, in welcher Art und Weise Gesetze durchgepeitscht wurden, die diese Grundfreiheiten infrage stellen."

Aber ist der Aufstand in der Ukraine wirklich ein mehr oder weniger spontaner Ausbruch des Volkszorns?

Denn was die Medien nicht erwähnen: Sie selbst bzw. ihre Partei hat den Aufstand in der Ukraine mit angezettelt.

Es herrscht das manipulierte Volk.

Kaum legte die Ukraine im Herbst 2013 das Assoziierungsabkommen mit der EU auf Eis, um sich Russland zuzuwenden, brach in dem Land die Hölle los. Schnell zettelte der Westen einen Aufstand an, mit dem Ziel, die russlandfreundliche Regierung der Ukraine zu stürzen!

Auch in der Ukraine herrscht schließlich nicht das Volk, sondern das manipulierte Volk!
Angeblich spontane Ausbrüche der Empörung und des Volkszorns sind das Vehikel, um nicht nur ganze Staaten, sondern auch Regionen umzukrempeln.

So dienten schon die früheren "Revolutionen" in anderen ehemaligen Ostblockstaaten nicht etwa dem Volk, sondern dem Bemühen, die früheren Sowjetstaaten aus dem Machtbereich Russlands herauszubrechen und an den Westen anzuschließen ( NATO und EUDSSR ).

Finanziert werden die Revolutionen von den Stiftungen westlicher Milliardäre wie etwa der Rockefellers oder George Soros. Der räumte unumwunden ein: "Meine Stiftungen trugen zu den Regimewechseln in der Slowakei (1998), Kroatien (1999) und Jugoslawien (2000) bei und mobilisierten die Zivilgesellschaft, um Vladimír Meciar, Franjo Tudman und Slobodan Miloševic aus ihren Ämtern zu vertreiben"

Soros’ Open Society Foundations gehören zu den führenden Akteuren, wenn es darum geht, fremde Regierungen mithilfe von Volksaufständen zu stürzen.

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