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06.11.2012

18:23 Uhr

Mutmaßliche Rechtsterroristin

Anklageerhebung gegen Zschäpe „in Kürze“

Mit Spannung wird die Anklageerhebung gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe erwartet. Der Schritt steht kurz bevor, versichert die Bundesanwaltschaft. Unklar sind noch Details.

Ein BKA-Fahndungsbild von Beate Zschäpe. dapd

Ein BKA-Fahndungsbild von Beate Zschäpe.

Karlsruhe/BerlinDie Anklageerhebung gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe steht kurz bevor. „Wir beabsichtigen, in Kürze Anklage gegen mehrere Beschuldigte im NSU-Komplex zu erheben“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Karlsruhe. Er reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach der Schritt bereits vollzogen sei.

Die Zeitung „Tagesspiegel“ hatte gemeldet, die Bundesanwaltschaft habe Anklage gegen Zschäpe und vier weitere Personen aus Umfeld der Zwickauer Terrorzelle erhoben. Dazu zähle der mutmaßlich wichtigste Helfer der Rechtsterroristen, der frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben.

Generalbundesanwalt Harald Range habe die mehrere hundert Seiten umfassende Anklageschrift unterschrieben, das Material werde seit Dienstag zusammen mit über 1000 Ordnern voller Ermittlungsakten an das Oberlandesgericht München geschickt, berichtete das Blatt weiter. Dort werde sich der Staatsschutzsenat unter dem Vorsitzenden Richter Manfred Götzl mit dem Fall befassen.

Die Bundesanwaltschaft reagierte prompt auf den Bericht. Über die Anklageerhebung werde man die Öffentlichkeit nach der Zustellung der Anklageschrift unterrichten, betonte der Sprecher. Dies werde in Kürze passieren. Mit Blick auf das Gebot eines fairen Verfahrens verbiete sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber jedwede weitere Auskunft. Zschäpes Verteidiger Wolfgang Heer sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Mir liegt die Anklage noch nicht vor.“

Kommentare (3)

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Rainer_J

06.11.2012, 23:12 Uhr

Schade, dass beim Verfassungsschutz alle Akten verloren gegangen sind (wie in Griechenland die Liste der 2000;-)

Die NSU ist ein reines Kunstprodukt der Regierung. Man muß ein völliger Affe sein, um das zu glauben. Und die beiden Bankräuber (die angeblich Selbstmord begangen haben) können ja nichts mehr sagen. Die Waffen wurden denen doch untergeschoben. Wieso haben sie eigentlich Selbstmord gemacht? Wieso wurden alle Akten vernichtet?

Was ist im Keller?

(...)
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

06.11.2012, 23:17 Uhr

Richtig !

Rainer_J

06.11.2012, 23:34 Uhr

Nachtrag:

Weltweit sterben jedes Jahr Journalisten in ihrer Pflicht die Wahrheit ans Licht zu bringen durch Mord.
(...)
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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