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11.12.2014

03:41 Uhr

Nach 13 Jahren

Berliner Parlament wählt Wowereit-Nachfolger

Berlin bekommt am Donnerstag einen neuen Bürgermeister: Klaus Wowereit tritt zurück, Nachfolger soll Stadtentwicklungssenator Michael Müller werden. Seine Wahl durch die Mehrheit der Abgeordneten-Stimmen gilt als sicher.

Klaus Wowereit (l, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, und sein designierter Nachfolger, Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD). Am Donnerstag wählt das Berliner Parlament. dpa

Klaus Wowereit (l, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, und sein designierter Nachfolger, Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD). Am Donnerstag wählt das Berliner Parlament.

BerlinNach mehr als 13 Jahren geht in Berlin eine Ära zu Ende. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit tritt zurück, zu seinem Nachfolger soll an diesem Donnerstag Stadtentwicklungssenator Michael Müller (beide SPD) gewählt werden. Bis zur nächsten Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2016 hat Müller damit knapp zwei Jahre Zeit, sich als Regierungschef zu bewähren.

Mit dem Ende der Amtszeit von Wowereit endet nach der Berliner Verfassung auch die Amtszeit seiner acht Senatoren. Wowereit wird ihnen am Vormittag (8.00) ihre Dankesurkunden überreichen. Danach kommt das Abgeordnetenhaus zur Wahl des neuen Regierenden Bürgermeister zusammen (9.00).

Die Karriere des Klaus Wowereit

1973

Abitur an der Ulrich-von-Hutten-Oberschule in Berlin.

1973 bis 1979

Studium der Rechtswissenschaft an der FU Berlin.

1979

1. Juristische Staatsprüfung

1979 bis 1984

Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) der SPD von Berlin-Tempelhof.

1981

2. Juristische Staatsprüfung

1981 bis 1984

Regierungsrat zur Anstellung beim Senator für Inneres von Berlin, Fraktionsvorsitzender der SPD der BVV in Berlin-Tempelhof.

1984 bis 1995

Bezirksstadtrat für Volksbildung und Kultur in Berlin-Tempelhof.

1995 bis 2011

Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.

1995 bis 1999

Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.

1999 bis 2001

Vorsitzender der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.

seit 16.06.2001

Regierender Bürgermeister von Berlin.

2007 bis 2010

Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit.

Quelle

http://www.berlin.de

Müller braucht die absolute Mehrheit von 75 Stimmen der insgesamt 149 Abgeordneten. Die Wahl des 50-Jährigen gilt als sicher, da die rot-schwarze Koalition über 85 Stimmen verfügt.

Nach seiner Vereidigung wird Müller seine Regierungsmannschaft ernennen. Zwei Ressorts werden neu besetzt: Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) folgt auf Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos), Andreas Geisel (SPD) übernimmt von Müller das Ressort für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt.

Der neue Regierungschef nimmt bereits kurz nach seiner Wahl an der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Neuregelung des Länderfinanzausgleiches teil. Berlin ist bislang als größter Profiteur aus dem Ausgleich, allein 2013 flossen daraus 3,3 Milliarden Euro nach Berlin.

Von

dpa

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