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22.11.2015

14:07 Uhr

Nach Absage des Fußballspiels in Hannover

Deutsche Behörden suchen weiter nach möglicher Terrorgruppe

Noch immer ist nicht klar, wie groß die Gefahr eines Anschlags beim abgesagten Länderspiel wirklich war. Die Lage in Deutschland sei „ernst“, den Einsatz der Bundeswehr im Inland lehnt Innenminister De Maizière jedoch weiter ab.

Am Dienstag war das Länderspiel in Hannover wegen „konkreter Gefährdungslage“ abgesagt worden. dpa

Polizeiabsperrung beim Spiel Deutschland gegen die Niederlande

Am Dienstag war das Länderspiel in Hannover wegen „konkreter Gefährdungslage“ abgesagt worden.

Berlin Nach der Absage des Fußball-Länderspiels Deutschland - Niederlande wegen eines befürchteten Anschlags suchen die deutschen Sicherheitsbehörden weiter nach einer möglichen Terrorgruppe. Ob wirklich Gefahr bestand, war auch am Sonntag noch unklar. Anstehende Weihnachtsmärkte, Konzerte und Bundesliga-Spiele sollen laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach einer jeweiligen Gefährdungsbewertung stattfinden.

Weitere Ermittlungen müssten ergeben, ob es wirklich eine Gruppe gibt, die bei dem Länderspiel am vergangenen Dienstag in Hannover einen Anschlag plante, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Sicherheitskreisen. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete, ein „minutiös geplanter Terrorangriff“ sei nur kurzfristig durch die Absage des Spiels gescheitert. Die Gruppe könne immer noch zuschlagen. Der französische Geheimdienst habe dem deutschen Verfassungsschutz mitgeteilt, dass eine Terroristengruppe fünf Bomben zünden wolle - drei davon im Stadion, eine an einer Bushaltestelle und eine an einem Bahnhof.

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Nach einem Bericht des ZDF haben die Sicherheitsbehörden hingegen keine Hinweise, dass tatsächlich eine solche Terrorzelle mit Anschlagsplänen existiert. In Sicherheitskreisen gebe es unterschiedliche Bewertungen zur Glaubwürdigkeit der Terrorwarnung der Franzosen. Man suche unter Hochdruck nach Informationen, etwa zum angeblichen Anführer der Terrorgruppe, Abdul F.

Seit Donnerstag ermittelt der Generalbundesanwalt in der Sache wegen eines Anfangsverdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung. Ein Sprecher wollte wegen der laufenden Ermittlungen keine Angaben machen. Auch ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte nur, die Situation werde weiter beobachtet.

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