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22.07.2013

11:15 Uhr

Nach Abzug der Miete

Viele arme Familien unter Hartz-IV-Niveau

Einkommensschwache Familien rutschen in vielen Großstädten wegen hoher Mietkosten unter Hartz-IV-Niveau. Berechnet wurde dies für eine vierköpfige Familie mit weniger als 60 Prozent des regionalen Durchschnittseinkommen.

Die Studie der Bertelsmann Stiftung geht davon aus, dass eine Familie wie im bundesweiten Schnitt maximal 30 Prozent des Einkommens für Miete ausgeben will. dpa

Die Studie der Bertelsmann Stiftung geht davon aus, dass eine Familie wie im bundesweiten Schnitt maximal 30 Prozent des Einkommens für Miete ausgeben will.

Berlin/ GüterslohDurch die Mietausgaben haben in vielen größeren Städten in Deutschland einkommensschwache Familien einer Studie zufolge weniger Geld zur Verfügung als Hartz-IV-Haushalte. In 60 der 100 größten Städte blieben einer vierköpfigen Familie, die weniger als 60 Prozent des ortsüblichen mittleren Einkommens verdiene, nach Abzug der Miete weniger als 1.169 Euro übrig, erklärte die Bertelsmann-Stiftung am Montag.

Berechnet wurde dies für eine vierköpfige Familie mit weniger als 60 Prozent des regionalen Durchschnittseinkommens, die ein Kind bis sieben Jahre sowie ein Kind zwischen sieben und 14 Jahren hat.

In Jena bleiben solchen Familien laut Studie nach Überweisung der Miete rechnerisch 666 Euro im Monat. Ihr verfügbares Einkommen liege 43 Prozent unter dem Niveau der Grundsicherung. Andererseits kommt eine Familie in Heilbronn - bei entspannterem Wohnungsmarkt und relativ hohen Durchschnittseinkommen - demnach auf 1.941 Euro, das liege 66 Prozent über Grundsicherungsniveau.

Der Anteil der Wohnkosten am Einkommen schwankt der Berechnung zufolge erheblich. In Frankfurt/Main, Jena, Freiburg und München gäben solche einkommensschwachen Familien im Schnitt mindestens jeden zweiten Euro für die Miete aus, erläuterte die Stiftung. In Iserlohn oder Witten blieben 80 Prozent des Einkommens für sonstige Zwecke übrig.

Ausgehend davon, dass eine Familie wie im bundesweiten Schnitt maximal 30 Prozent des Einkommens für Miete ausgeben will, stellt sich laut Studie der Wohnungsmarkt sehr unterschiedlich dar. In Frankfurt/Main, Offenbach, München, Freiburg, Konstanz, Potsdam und Jena kämen nur ein Prozent des Wohnungsangebots infrage. Dagegen wären es in Hildesheim oder Zwickau mehr als 40 Prozent.

Grundlage der Modellrechnungen waren den Angaben zufolge Daten des amtlichen Mikrozensus 2011 sowie Wohnkosten aus einer Datenbank für Preise von Immobilienangeboten.

Kommentare (17)

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Account gelöscht!

22.07.2013, 10:26 Uhr

ja wir profitieren vom Euro

Vicario

22.07.2013, 10:40 Uhr

Zitat : Viele arme Familien unter Hartz-IV-Niveau

- nicht nur arme Familien....!

Wie viele rutschen unter Hartz4, die erst überhaupt keinen Anspruch auf Hartz wegen ihrer Eigentumsverhältnisse haben....

die aus dem Job rausgefallen sind und jetzt ihr Reihenhäuschen, Erbschaft, etc. verwerten müssen ?

Die Agenda 2010 ist das größte Verbrechen aller Zeiten an der Deutschen Bevölkerung !

ROT/GRÜN hat es eingeführt, SCHWARZ/GELB perfektioniert !

Weg mit dem Gesindel im Herbst !

Tabu

22.07.2013, 10:40 Uhr

Ich seh an meinem Cousin,wie teuer es erst für Singles
in ihrer Lohnsteuergruppe ist.
Der ackert von morgens bis spät abends und hängen
bleibt nach allen Abzügen Nichts.
Gerade mal soviel,um die Lebenshaltungskosten
zu bestreiten.
Mit Frau und Kindergeld,wäre der vlt.noch besser dran.

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